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Dresden: Sport gegen das Corona-Bäuchlein

Die Dresdner nutzten das Wochenende nicht nur zum Relaxen im Alaunpark. Im Ostragehege ziehen die wiedereröffneten Sportanlagen Bewegungshungrige an.

Josef Rapay spielt mit seiner Freundin im Ostrapark Tischtennis. Die Sportanlage an der Pieschener Allee ist am Sonntagmittag gut besucht.
Josef Rapay spielt mit seiner Freundin im Ostrapark Tischtennis. Die Sportanlage an der Pieschener Allee ist am Sonntagmittag gut besucht. © Marion Doering

Dresden. Endlich ist der Sportpark wieder offen. Darüber sind Josef Rapay und seine Freundin extrem glücklich, wie sie sagen. Sie sind am Sonntag ins Ostragehege gekommen, um Tischtennis zu spielen. Eine freie Platte zu ergattern, sei gar nicht so einfach gewesen, sagt der Dresdner. Viele Familien mit Kindern nutzen die Anlage neben dem Heinz-Steyer-Stadion. Für das Waschen und Desinfizieren von Händen stellt die Stadt sogar die Umkleidekabine im Stadion zur Verfügung, wie ein Schild verrät. 

Auch die allgegenwärtigen Corona-Regeln werden erklärt: Abstand halten, Hände und Gesicht regelmäßig waschen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung wird empfohlen, zu sehen ist damit allerdings niemand. Auf Abstand achten die Familien und Einzelspieler an Sonntagmittag aber schon. Das bestätigt auch Josef Rapay. 

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Wie an jedem Sport-und Spielplatz erklärt ein Aushang auch im Sportpark Ostra die Corona-Regeln. An die Empfehlung zum Mund-Nasen-Schutz hält sich dort allerdings niemand.
Wie an jedem Sport-und Spielplatz erklärt ein Aushang auch im Sportpark Ostra die Corona-Regeln. An die Empfehlung zum Mund-Nasen-Schutz hält sich dort allerdings niemand. © Marion Doering

Er ist froh, dass er die Geräte im Sportpark wieder nutzen kann - auch im Kampf gegen das Corona-Bäuchlein, sagt er. "Ich bin sonst regelmäßig hier. Ich arbeite in Gorbitz und wohne in der Neustadt, da fahre ich hier jeden Tag vorbei." In den letzten Wochen durfte er hier allerdings keinen Sport treiben, das habe sehr gefehlt. Wie alle Spielplätze waren auch die Sportanlagen bis letzten Montag geschlossen. "Das wurde streng kontrolliert." So habe Rapay beobachtet, dass berittene Polizisten eine Jugendgruppe des Basketballplatzes verwiesen haben. 

Nun ist der Sportpark wieder zum Anziehungspunkt für die Dresdner geworden. Kinder toben auf dem Spielplatz, die Fitnessgeräte sind alle besetzt. Ein paar junge Männer haben Hanteln mitgebracht und stählen ihre Muskeln - die Fitnessstudios in der Stadt sind nach wie vor geschlossen.

Ein ganz anderes Bild zeigt sich am Sonntag im Alaunpark. Nur wenige sitzen auf der großen Wiese, einige Kinder klettern auf dem Spielplatz. Ansonsten erscheint die Dresdner Neustadt an diesem Mittag ungewöhnlich ruhig, die Straßen sind leer. 

Im Alaunpark ist es am Sonntagmittag eher ruhig. Am Sonnabend waren dagegen in den öffentlichen Parks und an den Elbwiesen Menschenmassen unterwegs.
Im Alaunpark ist es am Sonntagmittag eher ruhig. Am Sonnabend waren dagegen in den öffentlichen Parks und an den Elbwiesen Menschenmassen unterwegs. © Marion Doering

Im Gegensatz zum Tag davor: Am Sonnabend waren nicht nur der Alaunpark und die Elbwiesen voller Menschen, auch die anderen Grünanlagen in der Stadt wurden rege genutzt. Das bestätigt auch ein Polizeisprecher: "Es ist schönes Wetter, die Menschen gehen raus. Wir sind verstärkt vor Ort im Einsatz, weisen große Gruppen auf die Regeln hin", teilte der Sprecher am Sonnabend auf SZ-Anfrage mit. 

Im Großen Garten waren am Samstagnachmittag etliche Beamten im Zuge einer Versammlung von rund 200 "Corona-Rebellen" im Einsatz. An die Auflagen - 1,50 Meter Abstand und das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen - hat sich dort allerdings kaum jemand gehalten. Durchsagen der Polizei blieben folgenlos, letztlich löste sich die Versammlung gegen 18 Uhr auf.

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