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Hoyerswerda

Dünne Deckschicht soll fünf Jahre halten

Löcher ausgleichen und dann eine Bitumenemulsion in Kaltbauweise drüberziehen. Die Vergabe erfolgt im September.

Die Alte Berliner Straße ist Teil der wichtigsten Neustadt-Altstadt-Verbindung. Das Kopfsteinpflaster soll unter einer glatten Schicht verschwinden.
Die Alte Berliner Straße ist Teil der wichtigsten Neustadt-Altstadt-Verbindung. Das Kopfsteinpflaster soll unter einer glatten Schicht verschwinden. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Die Alte Berliner Straße ist westlich der Schwarzen Elster die wichtigste Verbindungsstraße zwischen Alt- und Neustadt. Eine grundhafte Erneuerung ist zwar wünschenswert, aber nicht in Sicht. Der Stadt fehlt es schlicht an den erforderlichen Geldern, um beim Straßenbau dranzubleiben. Die Geh- und Radwege wurden auf beiden Seiten schon erneuert. Jetzt soll die gepflasterte Fahrbahn mit einer Asphaltschicht überzogen werden.

Diese Ankündigung sorgte in sozialen Netzwerken für Unverständnis: Das wäre nur Pfusch und hält nicht lange. Wie also kommt man auf die Idee und ist sie wirklich so schlecht? Bei dem, was die Stadt Hoyerswerda hier vorhat, handelt sich um den Einbau einer Dünnen Deckschicht im Kalteinbau, kurz DSK. „Bei dieser Technologie bzw. Bauweise handelt es sich um eine Straßeninstandsetzungs- oder auch Unterhaltungsmaßnahme, welche der Zustandserhaltung dient. Hierbei können nicht nur Asphaltstraßen, sondern ebenso andere Belagsarten überbaut werden“, heißt es aus der Verwaltung. Die Qualität eines Straßenneubaus erreicht das nicht. Allerdings ist eben auch der Einbau auf Kopfsteinpflaster kein Novum. Zuvor erfolgt ein Profilausgleich, was insbesondere bei den Verwerfungen und Senkungen der Fahrbahn der Alten Berliner Straße erforderlich ist. Ziel sind eine ebenere Fahrbahn, eine Verminderung der Geräuschkulisse und eine Verlängerung des Nutzungszeitraums der Straße um etwa fünf Jahre. Freilich bedeutet das nicht, dass dann der grundhafte Ausbau erfolgen kann. Die wesentlichsten Vorteile sind aus Sicht der Stadt: geringe Einbaukosten, geringe Lärmbelästigung für Anwohner, geringe Verkehrsbehinderung, rasche Freigabe für den Verkehr.

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Das Asphaltmischgut für Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise wird aus den Komponenten Gesteinskörnung, hochmodifizierter DSK-Bitumenemulsion, Wasser und Zement von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen angemischt und auf die Straßenunterlage in flüssiger Form aufgetragen. Zuvor erfolgt der schon genannte Profilausgleich. „In der Alten Berliner Straße sind die Vorarbeiten etwas umfangreicher. Insbesondere müssen vorhandene größere Unebenheiten vorbehandelt und die Voraussetzungen für die weiterhin funktionierende Oberflächenentwässerung geschaffen werden“, heißt es weiter aus dem Rathaus. Ursprünglich sollten die Arbeiten zum Ende der Sommerferien erledigt sein, wie es im Frühjahr hieß. Ein neuer Termin wurde bislang nicht benannt, die Vergabe der Arbeiten ist aber für die nächste Sitzung des Technischen Ausschusses am 4. September geplant.

Das Aufbringen der eigentlichen DSK-Schicht erfolgt an einem Tag. Die Möglichkeit der Verkehrsfreigabe einer frisch aufgebrachten Schicht wird je nach Witterungsbedingungen mit rund 30 Minuten angegeben.

Neben der Alten Berliner Straßen harren viele große Hoyerswerdaer Straßen einer grundhaften Sanierung. In diesem Jahr wurden bzw. werden die Straße zum Industriegelände und die Ortsdurchfahrt Dörgenhausen sowie die Ebertstraße in Knappenrode entsprechend ausgebaut. Im Industriegelände erfolgt der Neubau der Spange zwischen Straße A und E.

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