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Die wichtigsten Fakten zu Dynamos Trainingslager

Das Sommercamp bestreiten die Dresdner im Eichsfeld. Dort waren sie bereits dreimal - immer endete die Saison mit einem Happy End. Und diesmal?

Neun Trainingstage und zwei Testspiele warten auf die Dynamo-Spieler beim Camp in Heiligenstadt.
Neun Trainingstage und zwei Testspiele warten auf die Dynamo-Spieler beim Camp in Heiligenstadt. © ZB/dpa/Robert Michael

Dresden. Gegen Mittag wird der Mannschaftsbus vor dem Hotel eintreffen. Ab Mittwoch bezieht Dynamo für neun Tage Quartier in der thüringischen 17.000-Einwohner-Stadt Heilbad Heiligenstadt. Neben dem täglichen Training sind zwei Testspiele geplant. Sächsische.de beantwortet die sechs wichtigsten Fragen rund um das Sommercamp. 

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Die Frage ist naheliegend - nicht nur wegen der Ansteckungsgefahr in Corona-Zeiten. Seit dem Trainingsauftakt vor zwei Wochen kann die Mannschaft im neuen Vereinskomplex  im Ostra-Park die Einheiten absolvieren. Die Bedingungen dort lobte Trainer Markus Kauczinski als "sensationell.  Der Platz ist Wahnsinn, hier kann man sich richtig wohlfühlen.“ Dennoch bestand er darauf, für einige Tage in ein Hotel zu ziehen. "Wenn viele neue Leute dabei sind, ist es wichtig, mal ein paar Tage als Gruppe woanders zu sein", hatte Sportchef Ralf Becker im Interview mit Sächsische.de erklärt.

Nach dem Abstieg in die 3. Liga blieben nur sieben Spieler übrig, die bereits in der vergangenen Saison regelmäßig zum Kader gehörten. "Man muss davon ausgehen, dass es einige Zeit braucht, sich zu finden", so Becker. Das Camp soll dabei helfen. 

Wer wurde für das Trainingscamp nominiert?

Der komplette Kader - mit einer Ausnahme. Justin "Leo" Löwe hatte sich vor zwei Wochen eine Luxation der linken Schulter zugezogen und muss operiert werden. Damit fällt der 21-Jährige länger aus. Alle anderen 25 Profis steigen am Mittwochmorgen mit den Trainern und Betreuern in den Mannschaftsbus - nach dem obligatorischen Corona-Test.  

Werden im Trainingslager Neuzugänge auftauchen?

Das ist unwahrscheinlich, es sei denn, Dynamo gibt noch Spieler ab und bekäme so finanzielle Spielräume. Der Angriff ist mit neun Spielern quantitativ überdurchschnittlich besetzt  - selbst für den Fall, dass Kauczinski nun dauerhaft mit einer Dreier-Spitze agieren lässt. Kandidaten wären vor allem Osman Atilgan und Luka Stor. Zeit bleibt noch genügend, das Transferfenster schließt erst am 5. Oktober. 

Diese Vier-Sterne-Anlage in Heiligenstadt ist für neun Tage Dynamos Mannschaftshotel.
Diese Vier-Sterne-Anlage in Heiligenstadt ist für neun Tage Dynamos Mannschaftshotel. © Foto: Hotel am Vitalpark

Wo übernachtet die Mannschaft?

Das Hotel am Vitalpark bietet sich auf der eigenen Homepage offensiv als Quartier für Trainingslager an. Das Vier-Sterne-Haus mit 130 Zimmern - eine Übernachtung mit Frühstück kostet je nach Zimmerkategorie im August zwischen 93 und 209 Euro - wirbt mit einem großen Fitnessangebot und "professionellen Sportstätten, die nur wenige Gehminuten vom Hotel enternt" sind. Eine Besonderheit ist das direkt daneben liegende Hallenbad mit 1.000 Quadratmetern Wasserfläche, das durch einen Gang mit dem Hotel verbunden ist. 

Bleibt es sommerlich heiß, bietet sich auch ein Sprung ins benachbarte Freibad an - womöglich im Anschluss an eine schweißtreibende Einheit in den 300 Quadratmeter großen Fitness- und Gymnastikräumen. Das Hotel offeriert den Mannschaften zudem einen eigenen Restaurant-Bereich, sie können somit ungestört von den anderen Gästen essen.

Trainieren wird Dynamo im 2016/17 komplett sanierten Stadion am Gesundbrunnen. Dort spielt der 1. SC 1911 Heiligenstadt, der in der Thüringenliga und damit in der sechsten Liga antritt. Der Heimatverein von Marco Hartmann ist das allerdings nicht, auch wenn der dienstälteste Profi der Schwarz-Gelben, dessen Vertrag nach dem Abstieg verlängert worden war, aus dem Eichsfeld stammt. Der 32-Jährige wuchs im 14 Kilometer entfernten Leinefelde auf und kickte in der Kindheit und Jugend für den SC Leinefelde 1912. 

Wann waren die Dresdner schon mal im Eichsfeld?

Insgesamt ist es der vierte Trip ins katholisch geprägte Nordthüringen, bei den vorherigen Trainingslagern übernachtete die Mannschaft aber jeweils im 18 Kilometer von Heiligenstadt entfernten Teistungen - und stets nahm die Saison danach ein gutes Ende. Das erste Mal war Dynamo im Juni 2010 im Eichsfeld, damals noch mit Matthias Maucksch als Cheftrainer. Zehn Monate später wurde er er von Ralf Loose abgelöst, der die Mannschaft über die Relegation gegen den VfL Osnabrück in die 2. Bundesliga führte. 

Das viertägige Camp im März 2015, also mitten in der Rückrunde, war ein sehr spontanes. Nach der Entlassung von Stefan Böger übernahm Interimscoach Peter Nemeth eine konditionell und athletisch nicht konkurrenzfähige Drittliga-Mannschaft. Es hagelte Niederlagen für den Aufstiegsfavoriten, und es drohte sogar der Absturz in die Regionalliga. Nach dem Kurztrainingslager gewannen die Dresdner fünf der acht Partien und kletterten am Ende sogar noch auf Platz sechs. 

Nur drei Monate später war Dynamo wieder in Teistungen - diesmal mit Nemeth als Co- und Uwe Neuhaus als Cheftrainer. Im Mai 2016 feierte er mit dem Team den souveränen Aufstieg in die 2. Bundesliga. Wenn das kein gutes Omen ist ...

Warum ist der Test gegen Braunschweig ein besonderer?

Die erste von zwei Testpartien während des Camps ist bereits fix: Am Freitag trifft Dynamo auf den Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig, nur der Ort und die Anstoßzeit sind noch geheim, Zuschauer nicht zugelassen. Die Eintracht mit Ex-Aue-Trainer Daniel Meyer hat mit Jannis Nikolaou einen der besten Dynamo-Spieler der vergangenen Saison verpflichtet und Gerüchten zufolge könnte mit Stürmer Patrick Schmidt, der nach dem Leihende zum 1. FC Heidenheim zurückgekehrt ist,  noch ein weiterer hinzukommen. 

Bei den Schwarz-Gelben wiederum trifft Neuzugang Robin Becker auf seine alten Mitspieler, drei Jahre kickte der Rechtsverteidiger für die Niedersachsen. Der zweite Test soll am 26. August ausgetragen werden. Dafür steht der Gegner noch nicht fest.  

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