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So sieht Dynamos neues Trainingszentrum aus

Der künftige Drittligist zieht in einen hochmodernen Komplex um. Bei der Eröffnung fehlt ausgerechnet Noch-Sportchef Minge. Ein Video gibt Einblicke.

Dynamos neues Schmuckstück: Rund 20 Millionen Euroa hat der Bau gekostet. Entstanden sind neben den neuen Trainingsmöglichkeiten ein modernes Funktions- und ein Wirtschaftsgebäude.
Dynamos neues Schmuckstück: Rund 20 Millionen Euroa hat der Bau gekostet. Entstanden sind neben den neuen Trainingsmöglichkeiten ein modernes Funktions- und ein Wirtschaftsgebäude. © dpa/Robert Michael

Dresden. Fünf Tage nach dem so gut wie sicher besiegelten Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga hat Dynamo Dresden sein neues Trainingszentrum im Dresdner Ostrapark eröffnet. "Wir hätten uns natürlich alle andere Umstände gewünscht, und trotzdem können wir auf dieses Trainingszentrum stolz sein", sagte Michael Born, Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer, bei der Einweihung am Freitagmittag.

Punkt 11.45 Uhr wurde der Schriftzug an dem dreigeschossigen Funktionsgebäude enthüllt: AOK plus Walter-Fritzsch-Akademie. So lautet der offizielle Name der 3,5 Hektar großen Anlage, zu der außerdem drei Großfeldplätze, mehrere Athletikanlagen sowie ein Wirtschaftsgebäude gehören. Die Krankenkasse werde als Namensgeber mindestens für die nächsten fünf Jahre "nicht unwesentlich zu den Betriebskosten und der Miete betragen", betonte Born. 

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Und er erklärte auch, warum der Komplex nach Walter Fritzsch benannt wurde. "Angesichts der herausragenden Leistungen, um die sich Walter Fritzsch bei der SGD einst als Trainer verdient gemacht hat, hätte es keinen passenderen Namen für unser neues Trainingszentrum geben können. Seine Tugenden – Bescheidenheit, Fleiß und Ehrgeiz – sind bis heute fest in unserer Vereins-DNA verwachsen“, meinte Born über Fritzsch, der zwischen 1969 und 1978 Dynamos sportlich mutmaßlich erfolgreichste Zeit prägte.

Sein Noch-Geschäftsführerkollege Ralf Minge, dessen Vertrag als Sportchef Ende Juni ausläuft, fehlte indes bei der feierlichen Eröffnung. "Der heutige Tag ist ein bedeutender Meilenstein. Das hätte auch ein Satz von ihm sein können", erklärte Dynamo-Präsident Holger Scholze gleich zu Beginn seiner Begrüßungsrede und würdigte Minges Verdienste im Zuge der vergangenen fünf Jahre, in denen das 20-Millionen-Euro-Projekt am Messering umgesetzt wurde. "Ralf Minge gilt nicht zu unrecht als Vater dieses Trainingszentrums. Er war für uns Gold wert", sagte Scholze und erzählte die Anekdote von der langwierigen, zähen Grundstückssuche. 

Als Bannewitz als Standort ins Gespräch kam, "ging es in Dresden dann etwas schneller", meinte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert lakonisch.

Minge selbst ließ sich aus persönlichen Gründen entschuldigen - vielleicht auch als öffentliches Zeichen, das er mit der Art und Weise der Trennung nicht einverstanden ist. Den Moment der Eröffnung, den Präsident Scholze als Sternstunde in der Vereinsgeschichte und Signal des Aufbruchs bezeichnete, erlebte der Sportchef allein und zurückgezogen. Mit Basecap und Kopfhörern ist er zumindest im Ostrapark gesehen worden. Auch Born bedankte sich besonders bei Minge, "der diese Vision hatte, als der Verein noch kein Eigenkapital besaß".

Die Baukosten belaufen sich insgesamt auf knapp 20 Millionen Euro, rund ein Drittel davon sind Fördergelder vom Land Sachsen und der Stadt Dresden, die mindestens vier Millionen Euro bereitgestellt hat. Im September soll im Stadtrat über eine weitere Million Euro abgestimmt werden. 

Der Freistaat hatte seine Förderung bereits während der Bauphase von zunächst 2,16 auf 2,72 Millionen Euro erhöht. Gut angelegtes Geld, wie Innenminister Roland Wöller nun fand und darüber hinaus feststellte: "Wer nach einer Niederlage nicht aufsteht und weitermacht, kann gleich zu Hause bleiben. Das gilt auch für den Sport." Ob Wöller damit allein auf Dynamos sportliche Lage anspielte oder auch in eigener Sache sprach, blieb offen.

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In den nächsten Wochen werden die Profi-Mannschaft sowie die drei Nachwuchsteams der U19, U17 und U16 ihre neuen Kabinen beziehen. "Das ist ein Signal des Aufbruchs. Wir schauen nach vorn, und wir schauen nach oben", betonte Präsident Scholze. Dynamo wird das Gelände selbst betreiben und über die nächsten rund 25 Jahre per Mietkauf vom Bauherr „Gesellschaft für Immobilienwirtschaft mbH Dresden (DGI)“ erwerben.

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