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Eine Chance fürs Zwiebelmuster

Der Trend zu Nachhaltigkeit und Wertbeständigkeit könne das Dekor auch für jüngere Käufer wieder attraktiv machen.

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Selbst für das heute als eher altmodisch empfundene Dekore wie das Meissener Zwiebelmuster. interessieren sich immer mehr jüngere Leute. Allerdings sollte es spülmaschinenfest sein.
Selbst für das heute als eher altmodisch empfundene Dekore wie das Meissener Zwiebelmuster. interessieren sich immer mehr jüngere Leute. Allerdings sollte es spülmaschinenfest sein. © Archiv/Claudia Hübschmann

Meißen. Porzellanhersteller und -Verkäufer registrieren nach Angaben der Finanzjournalistin Veronika Csizi leicht steigende Umsätze beim Geschäft mit Weißem Gold. Das geht aus einem Beitrag hervor, den die Expertin für den in Berlin erscheinenden Tagesspiegel verfasst hat. Tee werde gern wieder aus den feinen Tassen von Wedgwood, KPM oder Augarten getrunken, heißt es in dem Artikel weiter.

Die Käufer entschieden allerdings sehr selektiv. Selten würden gleich ganze Service erworben, wie im Falle einer Wiederauflage des Meissener Schwanenservices aus dem Jahr 1976. Dieses konnte bei einer Auktion in Wien 2019 immerhin die Summe von 90.000 Euro erzielen. Entscheidend seien eine gewisse Seltenheit und ein exzellenter Zustand. Gut nachgefragt würden zudem Unikate und limitierte Stücke.

Bei Geschirr spiele zunehmend der Gedanke eine Rolle, dass der erworbene Teller und die Tasse aus gutem Porzellan ihren Wert über Jahrzehnte bewahrten. Hier biete sich eine Chance, selbst für heute als eher altmodisch empfundene Dekore wie das Meissener Zwiebelmuster. Gerade jüngere Käufer legen der Autorin zufolge allerdings großen Wert darauf, ihr Geschirr ohne Schäden automatisch im Spüler säubern zu können. (SZ/pa)

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