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Eine Schallplatte zum Jubiläum

Der Dresdner Gitarrist Frank Fröhlich feiert 25 Jahre Goldmund-Hörbücher. Eines gibt es nun auch analog.

Frank Fröhlich mit der ersten Schallplatte, die in seinem vor 25 Jahren gegründeten Verlag als Goldmund-Hörbuch erschienen ist: „Feixen im Advent“.
Frank Fröhlich mit der ersten Schallplatte, die in seinem vor 25 Jahren gegründeten Verlag als Goldmund-Hörbuch erschienen ist: „Feixen im Advent“. © Thomas Morgenroth

Etwas merkwürdig kommt es ihm schon vor, eine seiner neuesten Aufnahmen in so großem Format vor sich zu haben. Vorsichtig holt der Dresdner Musiker Frank Fröhlich die Schallplatte aus der Hülle, bestaunt das glänzende schwarze Vinyl mit dem roten Label in der Mitte. „Feixen im Advent“ heißt das 34. Goldmund-Hörbuch, das es natürlich auch wieder als CD gibt. Es enthält fröhliche Weihnachtsgeschichten von Peter Ufer aus Stolpen, der auch für die Sächsische Zeitung als Autor arbeitet. Frank Fröhlich spielt dazu frisch arrangierte Weihnachtsklassiker auf der Gitarre.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Fröhlich-Verlages liegt eine der literarisch-musikalischen Produktionen auch analog vor. „Das war ein Wunsch von Peter Ufer“, sagt Fröhlich. Die Schallplatte ist auf 300 Exemplare limitiert. „Mal sehen, ob es dafür einen Bedarf gibt“, sagt er. „Schön anzusehen ist sie jedenfalls.“

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Beinahe zeitgleich ist das 35. Goldmund-Hörbuch erschienen, wieder rein digital als CD und Download, das unter dem Titel „Liebe, Triebe, Ostseestrand“ einen frivolen Streifzug entlang der Künste unternimmt. Die Texte, die Fröhlich stets selbst auswählt, hat er diesmal zum Beispiel bei Hans Fallada, Heinrich Heine und Kurt Tucholsky gefunden. Sprecher sind unter anderem die Schauspieler Rolf Becker, Gunter Schoß und die Schauspielerin Helga Werner. Fröhlich hat auch schon mit Gunther Emmerlich, Michael Seeboth, Otto Mellies und Lars Jung gearbeitet.

Mit seiner neuesten Veröffentlichung schließt sich in gewisser Weise der Kreis. Mit Hörbüchern über die Inseln Hiddensee, Usedom und Rügen startete Frank Fröhlich 2004 und 2005 seine erfolgreiche Reihe, die zu seiner Zeit etwas ganz Neues war. „Keiner hatte bis dahin Musik und Literatur mit einem Ort verwoben“, sagt Fröhlich. Die Idee kam dem seit 1993 freischaffend arbeitenden Gitarristen, als 2002 seine Tochter Clara geboren wurde. „Ich habe einen Weg gesucht, Geld zu verdienen, ohne viel rumreisen zu müssen.“ Und begann zu recherchieren und zu komponieren.

So entstanden Hörbücher über Prag, Wien, Köln, Weimar und Tharandt. Fröhlich brachte CDs mit Märchen aus Thüringen, dem Dresdner Elbtal und der Sächsische Schweiz heraus, reiste mit Fabian Klentzke auf den Spuren des Bandoneons vom Erzgebirge bis nach Argentinien. Alle Alben, sagt Fröhlich, verkauften sich gut, vor allem bei seinen Konzerten, die er mit den Sprechern deutschlandweit gibt. Sein Langzeit-Bestseller mit bisher 10.000 verkauften Exemplaren ist die CD „Die Frauenkirche zu Dresden“ mit Daniel Minetti, die 2005 zur Wiedereröffnung herauskam.

Frank Fröhlich, am Ostersonntag 1964 in Frankfurt an der Oder geboren, hat auch Instrumentalalben aufgenommen, wie 2013 „Die Gitarre kann alles! Man muss sie nur lassen.“ Mit 13 hielt er zum ersten Mal eine Gitarre in der Hand. Aber er wurde zunächst Koch, studierte Kulturwissenschaften und kam 1988 in das Dresdner Kulturzentrum „Scheune“. Fünf Jahre war er dort Programmchef. 1993 brachte er sein erstes Buch heraus: „Bands in Dresden“.

1995 gründete er den Fröhlich-Verlag, in dem die Goldmund-Hörbücher erscheinen. Das ist nun ein Vierteljahrhundert her, ein Jubiläum, das Frank Fröhlich mit Auftritten in Dresden und in der Region feiert. Und mit seiner ersten Schallplatte.

25 Jahre Goldmund-Hörbücher, 9. September, 20.15 Uhr, im Haus des Buches in Dresden. Alle Termine: http://www.frankfroehlich.de/

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