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Einmal mit Profis arbeiten

Bundesliga-Volleyballerinnen des DSC trainieren mit Jugendlichen des SVL. Die Abteilungsleitung hatte sich erfolgreich beworben.

Mareen von Römer (Bildmitte), bekannter sicher unter ihrem Mädchennamen Apitz, gehörte am Montag zum Team von Volleyball-Bundesligist Dresdner SC, das jungen Lampertswalder Spielern eine intensive Trainingseinheit anbot. dabei.
Mareen von Römer (Bildmitte), bekannter sicher unter ihrem Mädchennamen Apitz, gehörte am Montag zum Team von Volleyball-Bundesligist Dresdner SC, das jungen Lampertswalder Spielern eine intensive Trainingseinheit anbot. dabei. © Kristin Richter

Von Thomas Riemer

Lampertswalde. Wer ist aufgeregt?“ Ein paar Hände gehen schnurstracks nach oben. Alexander Waibl, Cheftrainer der Volleyballerinnen des Dresdner SC, lächelt. Gemeinsam mit vier seiner Bundesliga-Mädels ist er am Montag in die Sporthalle nach Lampertswalde gekommen, um bei Jugendlichen des dortigen Sportvereins einen Gewinn „abzuliefern“. 

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Denn der SV Lampertswalde hatte sich vor ein paar Monaten um ein solches Training beworben. Der DSC schreibt schon seit längerer Zeit jeweils ein solches Paket für Vereine aus. Inhalt ist neben einem Besuch vor Ort die Einladung zu einem Heimspiel des DSC in die Dresdner Margon-Arena.

Das war im Februar beim 3:1-Sieg des DSC gegen den VfB Suhl. „Die Einladung dorthin, das Fotoshooting mit dem DSC – das war einmalig“, beschreibt Denise Scheiblich das Glücksgefühl ihrer jugendlichen Schützlinge. Sie ist die Volleyball-Abteilungsleiterin beim SV Lampertswalde, rund 50 Aktive stehen in vier Mannschaften im Punktspielbetrieb der Kreisliga.

 „Es gibt also nicht nur Fußball in Lampertswalde“, sagt sie schmunzelnd. Schon im Grundschulalter gebe es eine ganze Reihe von Volleyballern. Der Verein bietet Schnuppertraining an, verteilt Flyer, hat mit Sportlehrer Udo Gabrisch einen engagierten „Scout“. Viele der aktiven Spieler bleiben auch nach der Grundschule am Ball, bestätigt Denise Scheiblich. „Wir haben da keinen großen Schwund.“

Die Nervosität ihrer Schützlinge angesichts des prominenten Trainergespanns am Montag legt sich relativ schnell. Staunend registrieren ein gutes Dutzend Mädchen und vier Jungs die Lockerheit von Alexander Waibl und die kleinen Raffinessen, mit denen Mareen von Römer, Katharina Schwabe, Michelle Petter und Barbara Wezorke das Gruppentraining in Vierergruppen gestalten. 

Für die DSC-Profis gehören derlei Besuche in kleineren Vereinen zur Routine, sind Selbstverständlichkeit geworden. „Das Spannende daran ist: Es werden viele Gesichtspunkte mit diesem Besuch vereint“, sagt Sandra Zimmermann, Geschäftsführerin Volleyball beim DSC. Man komme in die Region, tue etwas für die Sportart, habe mit dem DSC-Sponsor einen guten Partner.

Oft blieben nach diesen Vor-Ort Terminen Kontakte zwischen den Trainern bestehen. Wobei der absolute Leistungsgedanke nicht im Vordergrund steht. „Es ist nicht vordergründiges Ziel, hier Talente zu sichten“, so Sandra Zimmermann. Vielmehr gehe es um den Spaß und die Vermittlung, dass Volleyball nach Fußball die Nummer Zwei und „die schönste Sportart der Welt“ ist.

An Spaß fehlt es den Lampertswalder Mädchen und Jungen an diesem Nachmittag nicht, auch wenn einige von ihnen schon nach ein paar Minuten tüchtig ins Schwitzen geraten sind. Und da geht es eigentlich erst so richtig los: Mareen von Römer, mit 135 Länderspielen die erfahrenste DSC-Athletin und unter ihrem Mädchennamen Apitz bekannt, erläutert den Jugendspielern die richtige Technik beim Baggern und Pritschen. 

Jetzt fliegen den jungen Spielern die Bälle richtig „um die Ohren“. Trainer Waibl registriert es mit erstaunlicher Gelassenheit und bringt damit den Lampertswalder Jugendtrainer Enrico Schäfer ins Staunen. „Der ist klasse“, sagt Schäfer anerkennend über seinen prominenten Kollegen.

 „Alexander Waibl fährt zu solchen Terminen fast immer persönlich mit“, bestätigt Geschäftsführerin Zimmermann. Auch Waibl hat Spaß am Lampertswalder Training, gibt Tipps und lässt die SV-Spieler wissen: „Wir freuen uns, dass Ihr Volleyballer seid.“ Und ganz sicher werden einige von ihnen irgendwann wieder zu einem DSC-Spiel reisen – auch ohne spezielle Einladung.

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