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Erste Hürde in der Ausbildung genommen

25 junge Frauen und Männer aus dem Landkreis haben ihren „Truppmann“-Lehrgang in Gebelzig bestanden.

Beim Kreisausbilder Bernd Stephan erlernten Jenny Liebner (links) von der Freiwilligen Feuerwehr Sohland am Rotstein und ihre Kameraden/innen, wie man einen Knoten knüpft. Denn ein fachgerechter Knoten kann manchmal lebensrettend sein.
Beim Kreisausbilder Bernd Stephan erlernten Jenny Liebner (links) von der Freiwilligen Feuerwehr Sohland am Rotstein und ihre Kameraden/innen, wie man einen Knoten knüpft. Denn ein fachgerechter Knoten kann manchmal lebensrettend sein. © Foto: Bernhard Donke

Von Bernhard Donke

Gebelzig. In den Sommermonaten findet im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Gebelzig schon länger ein Ausbildungslehrgang für angehende Feuerwehrleute statt. Wie in Sachsen üblich, erfolgt so eine Ausbildung meist als verlängerter Wochenendlehrgang und umfasst 70 Ausbildungsstunden. 

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„Diese haben wir hier in Gebelzig in einem durchgehenden Neun-Tage-Lehrgang absolviert. Sie untergliedern sich in eine theoretische und praktische Ausbildung sowie in einen Erste-Hilfe-Kurs“, erklärt Bernd Stephan, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Gebelzig und gleichzeitig Kreisausbilder. Unter seiner Leitung und mithilfe der Kameraden Marcel Seelig (FFw Gebelzig) und Martin Weiser (FFw Weißenberg) sowie Erste-Hilfe-Ausbilder Peter Kolert bekamen 18 junge Männer und sieben junge Frauen in diesem Lehrgang das Rüstzeug für den „Truppmann“ in den Freiwilligen Feuerwehren des Freistaates. Die Truppmannausbildung ist der erste Ausbildungsabschnitt bei Feuerwehren. Gleichzeitig ist der Leistungsnachweis später auch für eine Ausbildung zum Gruppenführer erforderlich, wenn die Kameraden sich weiter qualifizieren möchten.

Die 25 jungen Leute kommen aus dem gesamten Landkreis Görlitz, besuchen zumeist noch die Schule oder stehen in der beruflichen Ausbildung. Sie haben sich zum Teil schon in den Jugendabteilungen ihrer örtlichen Feuerwehren bewährt und sich für die Arbeit als Feuerwehrmann begeistern können. Für sie hieß es in den vergangenen neun Tagen: früh aufstehen, um pünktlich um 7.30 Uhr im Gebelziger Feuerwehrgerätehaus zur Ausbildung zu erscheinen. Dass die vier Ausbilder ihre Arbeit ernst nehmen und sich die angehenden Floriansjünger bei der Ausbildung ins Zeug legten, zeigte sich am Ende des 70-stündigen Seminars. Sowohl in der schriftliche als auch der praktischen Prüfung am technischen Gerät haben alle ihren Leistungsnachweis, sprich ihre Prüfung, bestanden. „Nun haben sie das Rüstzeug und praktische Wissen, können nun langsam an den aktiven Dienst und das Einsatzgeschehen in ihren heimatlichen freiwilligen Feuerwehren herangeführt werden“, sagt Bernd Stephan.

Wie wichtig die Ausbildung junger Leute für den aktiven Dienst in den Freiwilligen örtlichen Feuerwehren ist, unterstreicht Marcel Seelig: „Als Leiter der Gebelziger Feuerwehr weiß ich um den Altersdurchschnitt meiner Kameraden, der noch im vergangenen Jahr bei 55 Jahren lag. Mit den nun drei neu ausgebildeten jungen Leuten zum Truppmann, die nun in den aktiven Dienst unser Wehr übernommen werden, wird dieser um einige Jahre sinken. Was der Einsatzbereitschaft unserer Wehr mit Sicherheit zugutekommt und vielleicht andere Jugendliche veranlasst, hier bei uns in der Feuerwehr mitzumachen.“. Die Ausbilder wünschen den jungen Leuten für diesen neuen Abschnitt in ihrem noch jungen Leben viel Glück.

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