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Dippoldiswalde

Die ersten Traupaare in der Alten Schäferei

Dippoldiswalde hat einen neuen Trauort in Sadisdorf. Dort gaben sich dieses Wochenende die ersten zwei Paare das Ja-Wort.

Christiane Märker (geb. Krause, 43) und Max Märker (28) aus Pretzschendorf ließen sich am Sonnabend im Dorfgemeinschaftshaus "Alte Schäferei" in Sadisdorf trauen.
Christiane Märker (geb. Krause, 43) und Max Märker (28) aus Pretzschendorf ließen sich am Sonnabend im Dorfgemeinschaftshaus "Alte Schäferei" in Sadisdorf trauen. © Andreas Weihs

Eine Premiere gab es dieses Wochenende in Sadisdorf im Dorfgemeinschafthaus Alte Schäferei zu feiern. Seit diesem Jahr ist das Anwesen offiziell als Ort für Trauungen in der Stadt Dippoldiswalde zugelassen. Standesbeamtin Corinna Jordan hat am Sonnabendmittag hier die ersten Paare getraut: Kai Kamphörener und Henrike Förster aus Dresden und eine Stunde später Max Märker und Christiane Krause aus Klingenberg.

Henrike Kamphöfener (geb. Förster, 28) und Kai Kamphöfener (26) aus Dresden, mit Standesbeamtin Corinna Jordan (rechts) nach der Trauung in der Alten Schäferei.
Henrike Kamphöfener (geb. Förster, 28) und Kai Kamphöfener (26) aus Dresden, mit Standesbeamtin Corinna Jordan (rechts) nach der Trauung in der Alten Schäferei. © Andreas Weihs

Damit ist die Alte Schäferei einer von drei Trauorten im Dippser Stadtgebiet neben dem historischen Hochzeitsaal im Rathaus und dem Seeblick in Paulsdorf an der Talsperre Malter. Der Verein Dorfgemeinschaftshaus Alte Schäferei Sadisdorf, der 2017 das Haus von der Stadt übernommen hat, hat damit ein wichtiges Ziel erreicht, sagt der Vereinsvorsitzende Olaf Schwiteilo.

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Mit Fördergeld, Spenden und Muskelkraft

Wie der Name sagt, war das Gebäude vor vielen Jahren einmal ein Schafstall. Später ist es verfallen. Anfang der 1990er-Jahre war es nur noch eine Ruine. Damals ließ die Gemeinde es mit Hilfe von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zum Gemeinschaftshaus umbauen mit Saal, Räumen für den Jugendklub, den Sportverein und den Heimatverein. Selbst der Dippoldiswalder Stadtrat hat hier schon einmal getagt.

Allerdings war der Bau mit Mängeln behaftet. So war die Dachdämmung verrutscht und wirkte nicht mehr. Andere Teile waren einfach in die Jahre gekommen. Es war nun Aufgabe des Vereins, sich nach der Übernahme in Erbpacht um eine Sanierung zu kümmern. „Mithilfe von Mitteln aus dem Leader-Programm, viel Eigenleistung und Spenden aus dem Dorf ist uns das gelungen“, sagt Schwiteilo. „Ein Spendenaufruf hat allein aus Sadisdorf 3.000 Euro eingebracht.“

Ruhige Lage am Dorfrand

Das Dach wurde in den letzten Monaten erneuert, die Heizung modernisiert, ein Treppenlift und eine neue Küche eingebaut. Insgesamt kostete die Sanierung rund 200.000 Euro. Am vergangenen Mittwoch wurde nun das Gerüst abgebaut, und jetzt ist es eine schöne Umgebung für Hochzeiten und andere Feierlichkeiten. 

Aus den Mieteinnahmen finanziert der Verein die Betriebskosten für das Haus.  Die Lage am Dorfrand ist auch von Vorteil, wenn Familien mit Kindern die Räume in der Schäferei nutzen wollen. Es gibt keine Gefahren durch vorbeifahrende Autos. Dafür stehen ein Beachvolleyball- und ein Bolzplatz zur Verfügung.

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