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Warum raucht es so oft in Rennersdorf?

Der Besitzer des Grundstücks ist nicht da erste Mal mit kleinen Feuern aufgefallen und der Unmut darüber mehrt sich. Manche finden die Aufregung übertrieben.

Rauchschwaden über dem Einsiedler-Grundstück brachten zweimal die Feuerwehr und Polizei vor Ort.
Rauchschwaden über dem Einsiedler-Grundstück brachten zweimal die Feuerwehr und Polizei vor Ort. © Feuerwehr

Die dunklen Rauchschwaden über dem Einsiedler-Grundstück am Eichler in Rennersdorf hat der Wind längst weggeblasen. Thema sind die beiden Feuerwehreinsätze - am 25. April und am 18. Mai - im Ort aber noch immer. Das mag auch daran liegen, dass der Bewohner des Grundstückes immer wieder für Gesprächsstoff sorgt. Vor Jahren betrieb er einen sogenannten Gnadenhof - was aber wegen Problemen mit dem Tierschutz ein Ende fand. 2013 dann brannte das Wohnhaus auf dem Grundstück an der S144 samt einer Vielzahl der Reifen, die eine Art Umzäunung bildeten. Und nun erneut zwei Einsätze.

Die Gefahr eines Hausbrandes bestand zwar bei den jüngsten Vorfällen nicht unmittelbar - damals war auch die Ausgangssituation eine andere und das Feuer im Innenraum ausgebrochen. Dennoch war das etwas stark rauchende Verbrennen von Laub und Gras nicht ohne: "Ja, es hat durchaus eine Gefahr vor allem für die umliegenden Felder und auch für die Sicht im Straßenverkehr bestanden - zumal ja beim ersten Einsatz auch Autoreifen mit verbrannt sind", erklärt Stadtwehrleiter Matthias Großer auf Nachfrage. Alarmierung und Einsatz der Feuerwehr seien gerechtfertigt und richtig gewesen.

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Warum gibt es keine Ruhe?

Aber, warum musste es überhaupt so weit kommen, fragen sich manche Menschen vor Ort. Es regt sich verstärkt Unmut vor allem auch im Internet, vor allem, weil es eben nicht die ersten Male waren, wo solche Feuer außer Kontrolle gerieten. Andere im Ort finden, dass die Reaktionen übertrieben seien und man den Mann, der eben ein anderes Lebensmodell gewählt habe, offenbar besonders auf dem Kicker habe. Weder Matthias Großer noch bei der Berthelsdorfer Wehr will man diese Fragen kommentieren. Man tue seine Pflicht und rücke aus, wenn die Leitstelle Alarm auslöse. 

Und wie geht es nun weiter? Wie in anderen solchen Fällen auch, erklärt Herrnhuts Bürgermeister Willem Riecke (Herrnhuter Liste). "Wir waren mehrfach bei ihm vor Ort, haben mit ihm geredet", sagt er. Und mehr als reden ist nicht drin? Doch: Erst dieser Tage hat die Stadt die Unterlagen zu den beiden jüngsten Fällen von der Polizei zugestellt bekommen, bestätigten Polizeidirektion Görlitz und Stadtamt Herrnhut unisono. Weil es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt und keine Straftat, ist hier die Kommune am Zug und leitet nun ein entsprechendes Verfahren ein.

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Von der Stadt hatte der Rennersdorfer ohnehin bereits mündlich nach beiden Vorfällen im Beisein von Feuerwehr und Polizei eine entsprechende Belehrung erhalten - die werde ihm jetzt auch noch einmal schriftlich zugestellt, mit einem Auszug der Polizeiverordnung. Da steht dann nämlich auch noch einmal drin, dass man pflanzliche Abfälle generell nicht einfach so abbrennen darf und ein Feuer höchstens in Feuerkorb, -schale oder -tonne statthaft ist. Außerdem, so teilte die Stadt auf Nachfrage mit, habe man dem Grundstücksbesitzer bestimmte Auflagen erteilt, was er zu tun und zu lassen habe. Ob damit alles geklärt ist? Das bleibt offen. Der Grundstücksbesitzer war für Nachfragen leider nicht erreichbar.

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