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Kühe sind nach Brand in neuem Zuhause

Nach dem Großfeuer im Großhennersdorfer Ortsteil Neundorf sind erste Fragen für die Zukunft geklärt - aber viele Fragen der Landwirte noch offen.

Rund 100 Kameraden waren bei den Löscharbeiten in Neundorf am Ostermontag im Einsatz.
Rund 100 Kameraden waren bei den Löscharbeiten in Neundorf am Ostermontag im Einsatz. © Matthias Weber/photoweber.de

Gerd und Steffen Leubner wissen ihre Kühe fürs erste wieder unter Dach und Fach. Die Brüder, die gemeinsam den Hof in Neundorf führen, haben damit eine wichtige Frage nach dem verheerenden Stallbrand klären können: das Schicksal ihrer 65 Milchkühe. Von ihnen sind an diesem Dienstagmittag die letzten auf einen Transporter verladen worden. Sie bekommen jetzt "Asyl" beim Milchgut Dürrhennersdorf, wo sie in einen Stall einquartiert werden. "Wir sind sehr froh über die Hilfe", betont Gerd Leubner.

Die Brandspuren am Stall in Neundorf sind auch am Tag danach nicht zu übersehen.
Die Brandspuren am Stall in Neundorf sind auch am Tag danach nicht zu übersehen. © Matthias Weber/photoweber.de

Wie lange die Tiere dort bleiben müssen, wüssten Leubners gern - aber das ist noch nicht absehbar. Der Stall soll wieder aufgebaut werden, aber die Schätzung zur Schadenssumme stehe noch aus, erklärte Gerd Leubner. Erst wenn die nötigen Versicherungsfragen geklärt sind, kann die Familie sich konkret an den Aufbau des Stalles machen. "Mal sehen, was davon stehen bleiben kann oder nicht", kommentiert Gerd Leubner die unklare Lage.

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Ganz aktenkundig ist auch der Grund für den Brand noch nicht. Nach SZ-Informationen läuft es aber auf einen technischen Defekt an einer Landmaschine hinaus, die am Stall gestanden hat. Anja Leuschner, Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz, gibt sich da zurückhaltender: "Es besteht die Möglichkeit, dass es ein technischer Defekt war, aber noch sind andere Ursachen nicht ausgeschlossen, die Ermittlungen laufen noch", sagt sie.

Polizei geht nicht von Serie aus

Allerdings geht die Polizei derzeit nicht davon aus, dass es sich um eine Brandserie oder dergleichen handelt, die derzeit im Süden des Kreises die Feuerwehren auf Trab hält. Dafür habe man keine Anhaltspunkte, denn sowohl die Orte als auch die Brandursachen  und die Spurenlage vor Ort legen keine Zusammenhänge nahe.

Tatsächlich hatte es in den vergangenen Tagen im Südkreis häufiger Feueralarm gegeben: Bereits am Montag vor einer Woche hatte in Hirschfelde ein Schuppen gebrannt, am Dienstag in Neugersdorf eine Solaranlage und in Ebersbach ein Auto. Am Mittwoch hielt ein Großbrand in Lückendorf am Alten Kurhaus die Wehren in Atem, zudem ein Toilettenhaus in der Inneren Weberstraße in Zittau. Zudem fing in der Nacht zum Ostermontag noch ein Carport in Ebersbach Feuer.

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