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Großröhrsdorf: Garagen werden teurer

Nach fast 30 Jahren beschloss der Stadtrat höhere Mieten und Pachten für die Standorte aus DDR-Zeiten. Der Preisanstieg ist heftig.

Für Garagenstandorte aus DDR-Zeiten - wie hier an der Schäferstraße/Ecke Adalbertstraße - steigen in Großröhrsdorf die Mieten und Pachten.
Für Garagenstandorte aus DDR-Zeiten - wie hier an der Schäferstraße/Ecke Adalbertstraße - steigen in Großröhrsdorf die Mieten und Pachten. © René Plaul

Großröhrsdorf. Die Pachten und Mieten für Garagen auf städtischem Großröhrsdorfer Grund werden teurer. Das beschloss jetzt der Stadtrat. Es geht dabei um Garagenstandorte aus DDR-Zeiten. Derzeit kostet dort die eine Garage 69 Euro im Jahr, also knapp sechs Euro im Monat, unverändert seit 1991. Ab 1. Januar müssen die Großröhrsdorfer deutlich tiefer dafür in die Tasche greifen.

Die Miete steigt auf 22 Euro, die Pacht auf 21 Euro im Monat, inklusive einer Betriebskostenpauschale. Außerdem will die Stadt bei den Pachtverträgen das Eigentum am Grund, der der Kommune gehört, und an den Garagen schrittweise bei der Stadt zusammenführen. Im Bundesrecht gibt es eine solche Trennung nicht; der bisherige Zustand ist ein Relikt aus DDR-Zeiten. Da war diese Trennung möglich. Viele Garagenbesitzer bauten damals ihre Garagen auf kommunalem Grund.

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Mit dem jetzt gefassten Beschluss ist auch ein Weiterverkauf der Garagen nicht mehr möglich. Wenn ein Pächter seine Garage aufgibt, falle sie an die Stadt.

Kritik aus dem Stadtrat gab es von Steffen Wobst (FW Rödertal). Er äußerte unter anderem Bedenken wegen der enormen Kostensteigerung um mehr als das Dreifache. Das sei in einem Schritt zuviel. Die Stadt argumentiert, der bisherige Preis liege auch sehr weit weg von aktuellen Marktpreisen für eine Garagenmiete, der bei 40 bis 50 Euro angesiedelt sein. Insofern seien 22 Euro noch günstig. Im Grunde hätte schon eher eine Erhöhung vorgenommen werden müssen.

Eine große Mehrheit der Räte sprach sich letztendlich für die neuen Mieten und Pachten aus. (SZ/ha)

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