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Görlitz

Görlitzer Modelabel macht Masken aus T-Shirts

Eine Lieferung des Modelabels Laba hatte einen Produktionsfehler. Die Shirts werden jetzt umgenäht. Die Hälfte des Erlöses geht an die Bahnhofsmission.

Früher T-Shirt - jetzt Maske für den guten Zweck.
Früher T-Shirt - jetzt Maske für den guten Zweck. © privat

Bautzen hat's erwischt. Bautzen wird zerschnitten. Der Görlitzer Gerhard Zschau hat ein kleines Modelabel aufgebaut, Laba. Mit Kleidung, Buttons, Taschen, die Bezug nehmen auf die Region. So trägt eines der T-Shirts den Aufdruck „Budyšin-Bautzen“. Und eine Lieferung dieser T-Shirts hat einen Produktionsfehler. "Wir haben überlegt, was wir damit machen können." Masken, lautet die Antwort. 

Bahnhofsmission braucht Unterstützung

Die Hälfte des Erlöses aus dem Masken-Verkauf wird der Bahnhofsmission zugutekommen. "Ich hatte im Radio einen Beitrag gehört, dass die Bahnhofsmission Unterstützung braucht, zum Beispiel um Lebensmittel zu kaufen", erzählt Gerhard Zschau. "Und so kam eins zum anderen." Mit Anika Arlt von der evangelischen Stadtmission, zu der die Bahnhofsmission gehört, hatte er über seine Idee gesprochen. "Ich glaube, sie hat sich sehr gefreut", erzählt er. 

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Zschau  stammt aus Bautzen, hatte vor etwa elf Jahren die Oberlausitz verlassen, vor einem reichlichen Jahr kehrte er zurück, nach Görlitz. Hier arbeitet er an der Hochschule Zittau-Görlitz, für die Hochschulbibliothek. Parallel hat er das Modelabel Laba aufgebaut. Die Sachen werden regional gefertigt, aus fair gehandelten Materialien. 

Erste Lieferung schon ausverkauft

So ist es nun auch bei den Masken. Die T-Shirts, aus denen sie entstehen, sind aus Bio-Baumwolle, erklärt Gerhard Zschau. Er schickt sie zum Umschneidern an eine Näherin in Potsdam, mit der er auch für andere Aufträge schon zusammengearbeitet hat. "Ich hätte nicht gedacht, dass das auf eine solche Resonanz stößt." Die erste Lieferung war in einer Stunde weg, die zweite in 40 Minuten: 45 Masken sind damit bislang verkauft. Zehn Euro kostet eine, damit sind bereits 225 Euro für die Bahnhofsmission zusammen. Und die weiteren Bestellungen, die jetzt eingegangen sind, sorgen bei Gerhard Zschau eher für Stress statt Langeweile in der Corona-Zeit.

Andere Vorhaben liegen erst mal auf Eis

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Darüber sei er aber auch ganz froh - etwas tun zu können. "Die Analog-Tour fällt ja aus." Normalerweise verkauft er seine Kleidung über den Laba-Online-Shop. So auch die Masken jetzt. Zum anderen Teil ist er normalerweise aber auch auf Märkten in der Region vertreten. "Aber das ist ja jetzt alles abgesagt." Damit falle auch ein erheblicher Teil der Einnahmen weg. "Ich habe keine Angestellten, deshalb betrifft es mich sicher weniger als andere. Aber einen Rattenschwanz zieht es doch nach sich." Ohne Einnahmen könne er schlecht neue Aufträge an Zulieferer oder Näher rausgeben. "Größere Investitionen sind jetzt erst mal nicht drin." Geplant war ein Fashion-Truck, also ein mobiler Verkauf - mit Kaffee und Kleidung. "Das liegt jetzt erst mal auf Eis.

https://shop.laba.de/produkt/laba-spenden-maske-aus-bio-baumwolle-labama/

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