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"Großenhain ist ein sicheres Fleckchen"

Die Chefin des Polizeireviers hat die Kriminalitätsstatistik für 2019 vorgestellt. Zwei Drittel der Straftaten wurden aufgeklärt.

Seit Jahresbeginn 2018 ist Sandra Geithner Leiterin des Großenhainer Polizeireviers.
Seit Jahresbeginn 2018 ist Sandra Geithner Leiterin des Großenhainer Polizeireviers. © Foto: Kristin Richter

Zweieinhalb Jahre sind es, seitdem Sandra Geithner die Leitung des Polizeireviers Großenhain übernahm. Sie sei seinerzeit "gekommen, um zu bleiben", sagt sie. Und auch wenn sie in Moritzburg wohnt, fühlt sie sich längst "ein bisschen wie eine Großenhainerin".

Das muss sie wohl auch. 58 Beamte, dazu sechs Angestellte sind ihr unterstellt. Der Auftrag ist simpel: Das Bestmögliche für Ordnung und Sicherheit im Bereich des Altkreises Großenhain zu leisten. Dazu gehören Verkehrsüberwachung, aber eben auch das Thema Kriminalität. Im Großenhainer Stadtrat hat Sandra Geithner jetzt die Kriminalitätsstatistik für 2019 vorgestellt. Ihr Fazit: "Großenhain ist ein ruhiges, sicheres Fleckchen".

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Die Zahlen für 2019 bestätigen das, auch wenn sie alles andere als ein Ruhekissen sind. Mit 870 Straftaten im Bereich Großenhain inklusive seiner Ortsteile ist im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Anstieg (+8) registriert worden. "Das ist gleichbleibend niedrig gewesen", so die Beurteilung der Revierleiterin. Was sie ganz besonders freut: Die Kriminalisten konnten im Stadtgebiet im letzten Jahr mehr als zwei Drittel der Straftaten aufklären - genau 66,9 Prozent. Das sei eine "wahnsinnig gute" Quote. 13 Prozent der Tatverdächtigen aller erfassten Straftaten in Großenhain seien Nichtdeutsche gewesen. Ein Wert, der weit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt von etwa einem Drittel liege.

Aufgeschlüsselt nach sogenannten Straftatenobergruppen schälen sich die "üblichen" Delikte heraus. Da sind 162 Rohheitsdelikte bzw. Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Diebstähle machen mit einer Zahl von 300 nach wie vor das Gros aus. 92-Mal ermittelten die Beamten wegen Vermögens- oder Fälschungsdelikten. 40 Fälle von Rauschgiftkriminalität wurden verzeichnet, einer mehr als 2018. Es gebe da keine offene Szene in und rund um die Röderstadt, so Sandras Geithner. Viele der erfassten Fälle seien mit dem Konsum von Rauschmitteln verbunden, die zum Beispiel bei Drogentests im Rahmen von Verkehrskontrollen festgestellt wurden. Immerhin: Im gesamten Landkreis Meißen wurden 2019 durch die Beamten rund 4,2 Kilogramm Marihuana und kleinere Mengen Haschisch, Crystal und Amphetamin (jeweils unter 100 Gramm) sichergestellt.  

Mit der Statistik des ergangenen Jahres bewegt sich Großenhain insgesamt auf einem relativ konstant niedrigem Niveau. Seit sechs Jahren liegt die Anzahl von Straftaten unter 900. Zum Vergleich: 2010 wurden immerhin noch 1.142 Delikte aufgenommen. 

Anlass zum Kürzertreten besteht dennoch nicht. Denn zur Kriminalitätsbekämpfung kommt noch die allgemeine Verkehrsstatistik hinzu. Die besagt: Zwischen Thiendorf, Großenhain, Zabeltitz und Priestewitz wurde die Polizei im letzten Jahr 912-Mal gerufen. Drei Menschen wurden dabei getötet, alle bei Unfällen im ländlichen Bereich. Was letztlich auch bedeutet: Entgegen anderslautenden Befürchtungen hat das Polizeirevier Großenhain seinen Stellenwert nachgewiesen. "Das werte ich als Beleg, dass es auf absehbare Zeit weiter ein Polizeirevier in Großenhain geben wird", so Sandra Geithner.

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