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Dippoldiswalde

Gymnasium dreht den Spieß um 

Das Dippser Glückauf-Gymnasium ist in Trägerschaft des Landkreises. Der muss die Ausstattung für die Schule besorgen. Doch es geht auch mal andersrum.

Schulleiter Volker Hegewald (v.r.) steht hier mit Schülersprecher Tristan Seibt und Josua Krügel in dem neuen grünen Klassenzimmer, das nun an den Landkreis übergehen soll.
Schulleiter Volker Hegewald (v.r.) steht hier mit Schülersprecher Tristan Seibt und Josua Krügel in dem neuen grünen Klassenzimmer, das nun an den Landkreis übergehen soll. © Karl-Ludwig Oberthür

Das Glückauf-Gymnasium Dippoldiswalde spendet dem Landkreis Außenanlagen im Wert von rund 84.000 Euro. Damit muss sich der Kreisausschuss in Pirna befassen. Eine solche Spende ist etwas Ungewöhnliches. Normalerweise ist der Landkreis als Schulträger dafür verantwortlich, dem Gymnasium die nötigen Gelder zukommen zu lassen für die Ausstattung und die Bauten der Schule. Hier läuft es einmal in der anderen Richtung. Die Schüler, Eltern und Lehrer in Dippoldiswalde haben in den vergangenen Jahren eine Menge Eigeninitiative ergriffen, um die Außenanlage ihrer Schule zu gestalten. Der Verein der Freunde und Förderer des Glückauf-Gymnasiums hat Spenden gesammelt. Die Schüler haben an den Aktionstagen „Genial Sozial“ sowie mit Weihnachtskonzerten, Musicalaufführungen, Kuchenbasaren und anderen Veranstaltungen Einnahmen erwirtschaftet, mit denen sie das Schulgelände gestaltet haben. Eine Spendenaktion über die Plattform „99 Funken“ hat allein 12.804 Euro eingebracht. So sind im Laufe der Zeit ein grünes Klassenzimmer entstanden, eine Wetterschutzhütte, eine Kletterwand, eine Wetterstation und mehrere Tischtennisplatten, berichtet Schulleiter Volker Hegewald. Die Schutzhütte dient dazu, bei Open-Air-Veranstaltungen die Technik wettersicher unterzubringen oder auch Gästen einen Unterstand zu bieten.

Rechtlich eine komplizierte Konstruktion

Nun sind die Anlagen alle fertig und schon in Gebrauch. Sie stehen auf dem Schulgelände, obwohl sie bisher noch dem Schulförderverein gehören. Das ist rechtlich eine komplizierte Konstruktion, weil Bauten auf einem fremden Grundstück stehen. Auch für die Versicherung ist es schwierig. Und um dies zu vereinfachen, will der Verein die gesamten Anlagen dem Landkreis spenden. Dann kommt alles in eine Hand.

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Der Kreis bekommt die Anlagen als Sachspende und hat künftig aber auch die Verantwortung für ihren Unterhalt. Dafür kalkuliert er momentan mit einem Aufwand von 1.000 Euro im Jahr. „Selbstverständlich wird sich aber die Schule, Schüler, Lehrer und Eltern, weiter um die Pflege des grünen Klassenzimmers und der Schutzhütte kümmern, so wie schon in der Vergangenheit auch“, sagt Hegewald. Über die Annahme dieser Spende soll nun der Kreisausschuss in Pirna auf seiner Sitzung am kommenden Montag entscheiden. 

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