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Hier entsteht die neue Görlitzer Oberschule

Ein Altbau an der Rauschwalder Straße wird saniert. Dahinter entsteht Neues.

© SZ-Grafik

Lange hat es gedauert, aber nun steht der Plan: Die dringend benötigte neue Oberschule wird an der Rauschwalder Straße gebaut – nicht direkt an der Ecke Hilgerstraße, sondern ein paar Meter weiter stadtauswärts. Das leer stehende Haus Rauschwalder Straße 73 soll saniert werden – vorrangig für Verwaltungs- und Nebenräume der Schule, aber auch für eine außerschulische Nutzung. Dahinter plant die Stadt einen Neubau mit Unterrichtsräumen und Fachkabinetten. Weitere Altbauten auf dem früheren Schlachthofgelände sollen als Aula, Mensa und für andere Angebote genutzt werden. So sehen die Pläne aus, die Amtsleiterin Petra Zimmermann am Donnerstag im Stadtrat vorstellte.

Zu alledem gab es keinen Streit, stattdessen einen einstimmigen Grundsatzbeschluss, die Schule für etwa 13 Millionen Euro an diesem Standort zu bauen und einzurichten und im Sommer 2023 zu eröffnen. Dass es so lange dauert, liegt weniger am Bau, sondern vor allem an der Planung, Finanzierung und Ausschreibung, die vorher zu erledigen ist.

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Was viele Stadträte aber stört: Die Schüler sollen die (ebenfalls zu sanierende) Turnhalle hinter der früheren Schule an der Cottbuser Straße nutzen. „Auf dem Weg dahin müssen die Kinder eine vielbefahrene Straße überqueren, das gefällt mir nicht“, sagt CDU-Fraktionschef Dieter Gleisberg. Sein Fraktionskollege Octavian Ursu regte an, neben der Schule gleich noch eine neue Sporthalle zu errichten. OB Siegfried Deinege würde das gern tun, aber: „Das übersteigt unsere finanziellen Möglichkeiten.“ Immerhin sei dort aber ein Altbau vorhanden, der als Einfeld-Sportgebäude nutzbar sei, außerdem ein Außengelände.

Bürgermeister Michael Wieler stellte in Aussicht, dass eine neue Sporthalle später errichtet werden könnte, und zwar 75 Meter von der Schule entfernt: „Wir sind nicht gezwungen, wegen der Fördermittel die Halle an der Cottbuser Straße für 25 Jahre zu nutzen.“

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Die Verwaltung kann sich sogar einen „Stadtteilcampus Schlachthof“ vorstellen, also in nächster Nähe zur neuen Schule auch ein Familienzentrum mit Kita/Krippe und Begegnungsstätte, dazu Quartiersmanagement, Sozialarbeit und die vom Alpenverein geplante Kletterhalle. Damit soll die westliche Innenstadt aufgewertet werden. Dass das nötig ist und die Schule deshalb hier angesiedelt werden soll, sahen alle Stadträte so – auch vor dem Hintergrund der Zahlen, die Petra Zimmermann vorstellte. Der Bevölkerungsanstieg in der Elterngeneration – 19 bis 40 Jahre – ist demnach in der Innenstadt am höchsten.

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