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Hungerstreikender wird zwangsernährt

Seit einer Woche liegt der Mann im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt. Wie es weitergeht, ist unklar.

Im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt wird der Marokkaner derzeit behandelt.
Im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt wird der Marokkaner derzeit behandelt. © Symbolfoto: Sven Ellger

Der Marokkaner, der seit 11. Januar im Hungerstreik ist, liegt noch immer im Krankenhaus. Aus Protest gegen die Bedingungen im Abschiebegefängnis auf der Hamburger Straße isst und trinkt nichts mehr. 

Nun wird der 28-Jährige zwangsernährt, so Toni Kreischen von der Abschiebehaft-Kontaktgruppe Dresden. Sein Anwalt stelle nun einen Antrag auf Aufenthaltsgenehmigung. Zum einen, da er nicht reise- und abschiebefähig sei, zum anderen als Familiennachzug zu Deutschen, wie es im Amtsdeutsch heißt. Denn seine deutsche Freundin ist schwanger von ihm. Das Paar will die Vaterschaft auf dem Dresdner Jugendamt anerkennen lassen, doch bisher habe es noch keinen Termin dort gegeben, so Kreischen.

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Blick auf das Abschiebegefängnis in Dresden
Blick auf das Abschiebegefängnis in Dresden © René Meinig

Der Marokkaner kam 2015 nach Deutschland. Einen Aufenthaltstitel hat er nicht. „Er ist illegal hier, wir versuchen, mit einem Anwalt einen Antrag auf Aufenthalt zu stellen. Bisher ohne Erfolg“, so seine Freundin. Auf die Frage, warum ihr Lebensgefährte inhaftiert wurde, sagt sie: „Das Gericht sagt, er sei nicht auffindbar gewesen.“ Dabei habe er nur seine ältere Tochter besucht.

Die Landesdirektion bestätigt den Hungerstreik. „Es sind persönliche Beweggründe. Die genauen Hintergründe sind nicht bekannt“, so Sprecher Gunter Gerick. Es fände eine Krankenhausbewachung durch Mitarbeiter der Abschiebehaft statt. Wie lange der Betroffene in der Klinik bleiben muss, entscheide das Krankenhaus Friedrichstadt.