merken
PLUS Döbeln

Immer wieder Kloster Buch

Vor drei Jahren hat Andreas Zabel aus Leipzig das Kloster Buch für sich entdeckt. Seitdem packt er dort regelmäßig mit an. Nachahmer sind gern gesehen.

Andreas Zabel kommt regelmäßig aus Leipzig ins Kloster Buch, um ehrenamtlich zu helfen. „Man kann sich nicht vorstellen, wie viel Arbeit in diesem Gelände steckt“, sagt er.
Andreas Zabel kommt regelmäßig aus Leipzig ins Kloster Buch, um ehrenamtlich zu helfen. „Man kann sich nicht vorstellen, wie viel Arbeit in diesem Gelände steckt“, sagt er. © Dietmar Thomas

Leisnig. Fenster streichen – das gehört zu den Arbeiten, die an diesem Mittwoch für Andreas Zabel auf dem Programm stehen. 

Eigentlich hat er an diesem Vormittag frei. Und trotzdem greift er zum Pinsel. Dafür ist er rund eine Stunde angereist. Aus Leipzig, dort wohnen der 61-Jährige und seine Frau nämlich.

Anzeige
Die Karriere in Fahrt bringen
Die Karriere in Fahrt bringen

Im Autohaus Dresden gilt: Wenn Mitarbeiter gute Leistungen zeigen, dürfen sie ihr ganzes Potential entfalten. Da ist so mancher schnelle Aufstieg möglich.

Andreas Zabel ist mittlerweile Mitglied des Fördervereins Kloster Buch. Wie er nach Klosterbuch gekommen ist? Auf diese Frage antwortet er netterweise nicht: „mit dem Auto“. 

Erster Besuch bei einem Bauernmarkt

Ausgangspunkt, so erinnert er sich, sei eine Broschüre gewesen, in denen Direktvermarkter und Märkte wie der Bauernmarkt im Kloster aufgelistet werden. „Wir sind gern unterwegs. Und diese Ecke war uns bis dahin unbekannt. Deshalb haben wir uns vor etwa drei Jahren mal zu einem Bauernmarkt ins Kloster aufgemacht“, erzählt der Leipziger.

Er und seine Frau seien überrascht gewesen, wie schön es an der Mulde sei. Und sie seien begeistert gewesen, dass es Leute gibt, die sich des Klosterensembles annehmen.  "Im Internet bin ich dann auf den Förderverein gestoßen“, sagt Andreas Zabel. Dem gehöre er inzwischen an. 

Schön, aber manchmal auch anstrengend

Ein- bis zweimal pro Monat fahre er jetzt ins Kloster, um zu helfen. „Die Leute freuen sich, wenn etwas schön ist. Aber kaum einer weiß, wie viel Arbeit da wirklich dahintersteckt“, hat Zabel während seines bisherigen Ehrenamtes bemerkt. 

Auch körperlich anstrengend seien die Einsätze bisweilen, sagt der 61-Jährige und berichtet vom Aufräumen auf dem Kuhstalldach, bei dem der Schweiß in Strömen geflossen ist. Angesichts dessen wünschen sich Zabel und auch andere Helfer Verstärkung in den Reihen. Junge Männer, die zupacken können, wären prima. 

Bedingung ist das aber nicht. „Wir freuen uns über jeden Helfer“, sagen Rica Zirnsack und Sabine Patzelt vom Förderverein.Arbeit gibt es genug. Nicht umsonst stehen allein in den nächsten Tagen drei Einsätze an. Auch im Frühjahr gab es schon welche. 

Patenschaften wären schön

Immer stärker ist das Ehrenamt gefragt, weil die Mitarbeiter selbst auf dem riesigen Gelände nicht rundrum kommen. Auch im Inneren der Gebäude will ab und an mehr als nur durchgekehrt werden.

Für mehr Kontinuität wünscht sich der Vereinsvorstand, dass Vereinsmitglieder, aber auch andere am Kloster Interessierte Patenschaften für bestimmte Objekte übernehmen: ein Stück Garten beispielsweise, ein Beet oder einen Raum. 

Andreas Zabel würde sich freuen, wenn das gelingt. Er selbst will sich da gar nicht so festlegen. „Ich mache alles, helfe, wo ich gebraucht werde“, sagt er.Das stellt er auch für sein Rentnerdasein in Aussicht. 

Etwas Sinnvolles für den Ruhestand

In zwei Jahren und vier Monaten darf der Schichtführer in der Kläranlage „Rosental“ in Leipzig in den Ruhestand gehen. „Fürs Alter habe ich hier im Kloster eine sinnvolle Aufgabe gefunden“, ist er schon jetzt überzeugt. 

Und: Das Helfen bereitet ihm nicht nur Freude. „Es ist für mich Entspannung. Ich genieße die Ruhe hier.“ Manchmal schon ab früh 7 Uhr.

Wenn Zabel mit seiner Frau als Gast ins Kloster kommt, dann erkunden die beiden ab und an auch die Umgebung. „In Leisnig haben wir schon schöne Ecken entdeckt“, so der Leipziger.  Schade finde er, dass immer mehr Geschäfte schließen. Darauf sei er auch schon von Gästen des Klosters angesprochen worden.

Wer dem Förderverein Kloster Buch bei Arbeitseinsätzen oder als Pate helfen möchte, kann anrufen unter Tel. 034321 639991 oder sich zunächst per Mail melden: [email protected]

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln