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Wo Parken plötzlich doppelt so viel kostet

In Königstein wird für das Tagesticket künftig fünf Euro statt 2,50 Euro verlangt. Damit ist die Stadt aber nicht mal die teuerste in der Sächsischen Schweiz.

Fünf Euro kostet das Tagesticket für Autos künftig in Königstein.
Fünf Euro kostet das Tagesticket für Autos künftig in Königstein. © Daniel Schäfer

Mit Kleingeld kommen Autofahrer, die mehrere Stunden in der Königsteiner Innenstadt  verbringen wollen, künftig nicht mehr weit. Denn die Stadt hat die Parkgebühren erhöht. Konkret geht es um das Tagesticket für Autos und Motorräder, die auf städtischen Parkplätzen stehen, die gebührenpflichtig sind. Bislang mussten 2,50 Euro gezahlt werden, wenn Autos länger als fünf Stunden parkten. Künftig wird das doppelte verlangt - auch für Motorräder: nämlich fünf Euro pro Tagesticket. 

Unverändert bleiben dagegen die Kosten für Busse und Wohnmobile. Sie zahlen nach wie vor fünf Euro pro Stunde beziehungsweise zehn Euro für das Tagesticket. Kostenlos genutzt werden können die städtischen Parkplätze weiterhin zwischen 20 Uhr und 6 Uhr. 

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An Bad Schandau orientiert

Der Königsteiner Stadtrat hat in der letzten Sitzung mehrheitlich beschlossen, die Parkgebührenordnung dahingehend anzupassen. Zuletzt passierte das vor zehn Jahren. Dass Königstein nun deutlich mehr verlangt, hat einen Grund. Die Kommune orientiert sich an den Gebühren, die andere Touristenorte in der Sächsischen Schweiz ansetzen. 

Im Nachbarort Bad Schandau kostet das Tagesticket für Autos zum Beispiel ebenfalls fünf Euro. Für Caravane und Wohnmobile werden - wie in Königstein auch - zehn Euro pro Tag verlangt.  

Etwas preiswerter handhabt es Sebnitz. Wenn Autofahrer an der Buchenparkhalle in Hinterhermsdorf oder am Schillerplatz in Sebnitz ein Tagesticket ziehen, sind je vier Euro fällig. Am Naherholungsgebiet an der Forellenschänke kostet es sogar nur drei Euro.  Ähnlich sehen die Preise in Hohnstein aus. Hier müssen Autofahrer pauschal vier Euro zahlen, wenn sie ein Tagesticket wollen.

Teures Pflaster in Wehlen und Rathen

Die exklusive Lage an der Elbe lässt sich auch Stadt Wehlen etwas kosten. Am Elbeparkplatz zahlen Autofahrer seit zwei Jahren sieben Euro für ein Tagesticket. Die Preise gelten in der Kernzeit von 8 bis 20 Uhr - und betreffen damit vor allem Tagestouristen. Wehlen scheint sich in diesem Punkt mir dem Kurort Rathen abgesprochen zu haben. Auf dem Parkplatz in Oberrathen, der linkselbischen Seite, kostet das Tagesticket für Autos ebenfalls sieben Euro. Für Übernachtungsgäste gelten gesonderte Tarife. Sie zahlen für einen gemeindeeigenen Stellplatz zwei Euro pro Nacht.

Wehlen und Rathen liegen mit diesem Tarif sogar deutlich vor der Bastei. Auf dem Auffangparkplatz an der Tankstelle zahlen Autofahrer fürs Tagesticket nur drei Euro. Auf dem Parkplatz nahe dem Basteihotel werden 5,50 Euro verlangt.

Spitzenreiter ist Festungsparkhaus

Obwohl Königstein fürs Parken in der Innenstadt nun doppelt so viel verlangt - die Kommune liegt damit im Mittelfeld. Der absolute Preis-Spitzenreiter in der Tourismusregion ist aber ebenfalls Königstein: mit dem Parkhaus am Fuße der Festung Königstein, das von der Kommunalen Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft in Königstein betreut wird. Hier werden pro Auto zwischen sechs und acht Euro verlangt, wenn sie bis vier beziehungsweise mehr als fünf Stunden bleiben.

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