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Kühlschrankplage in Hartha

In einem seiner Schrottcontainer findet Klaus Dähne immer wieder Kühlgeräte. Die Herkunft der Teile ist unklar.

Firmenchef Klaus Dähne zeigt vier Kühlschränke und einen Feuerlöscher, die in oder neben seinem Container abgelegt worden sind.
Firmenchef Klaus Dähne zeigt vier Kühlschränke und einen Feuerlöscher, die in oder neben seinem Container abgelegt worden sind. © Dietmar Thomas

Hartha. Der Hinweis ist nicht zu übersehen: Kühlschränke und Müll abladen verboten, steht auf einem Schild am Zaun des Grundstücks von Klaus Dähne.

Der Harthaer Unternehmer betreibt einen Containerdienst. Er hat vor seinem Grundstück einen Container stehen, in den die Leute Schrott einwerfen können. Doch immer wieder findet Dähne illegal entsorgte Kühlschränke im oder neben dem Container.

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An diesem Tag sind es vier Geräte, die er vorfindet. Dabei handelt es sich auch um richtig große Kühlschränke. Einer davon muss bis vor kurzem noch genutzt worden sein. Wenn man die Tür öffnet, schlägt einem ein fürchterlicher Gestank entgegen. Auch einen Feuerlöscher hat Klaus Dähne in dem Container gefunden.

Geräte aus Haushaltsauflösungen?

Wer die Kühlgeräte illegal bei ihm entsorgt, kann der Harthaer nicht sagen. „Für mich sieht das schon fast gewerbsmäßig aus. Darauf lässt zumindest die Häufigkeit der Vorfälle schließen“, sagt Dähne. Auch in Gersdorf habe bis vor zwei Jahren ein Schrottcontainer seiner Firma gestanden. „Dort habe ich ebenfalls regelmäßig Kühlschränke gefunden“, so Dähne. Im Ortsteil Langenau steht an der Buswendestelle ebenfalls ein Schrottcontainer, allerdings nicht von der Firma Dähne. Auch dort ist ein Kühlgerät zu finden.

Einmal sei sogar ein Kühlschrank mit abschließbaren Fächern neben seinem Container abgestellt worden. Das deutet aus Sicht des Firmenchefs darauf hin, dass dieser aus einer Einrichtung stammte, in der mehrere Personen leben. „Vielleicht ist es ja jemand, der mit der Auflösung von Haushalten beauftragt wurde. Nach meiner Kenntnis haftet der Auftraggeber bei unsachgemäßer Entsorgung mit“, sagt Klaus Dähne. Auf die Auflösung von Haushalten deutet auch die Tatsache hin, dass mit den Kühlschränken oft auch Töpfe und ähnliches in die Container geworfen wurden. Gegen diese Gegenstände hat Dähne aber nichts einzuwenden.

Wertstoffhöfe nehmen Kühlschränke ab

Einmal habe er einen Pkw Mercedes mit Hänger am Container stehen sehen. „Der Hänger hatte eine rote Plane“, berichtet Dähne. Beweisen könne er jedoch nichts. Den Gedanken, bei der Polizei Anzeige zu erstatten, hat der Harthaer erwogen, aber wieder verworfen. „Das würde nichts bringen“, sagt er. Und selbst die Installation einer Überwachungskamera wäre in diesem Fall zwecklos, weil die nur auf sein Grundstück gerichtet sein dürfte.

Verstehen kann der Fuhrunternehmer diese Aktionen nicht. „Die Wertstoffhöfe nehmen ausgediente Kühlschränke kostenlos entgegen. Wenn man die bis zu mir karrt, kann man die auch nach Waldheim oder Leisnig fahren“, sagt Klaus Dähne.

Der Harthaer muss nun die vier Kühlschränke und den Feuerlöscher entsorgen. Zum Glück werden die Kühlschränke auf den Wertstoffhöfen kostenfrei entgegengenommen. Der Feuerlöscher muss als Schadstoff entsorgt werden. Das ist ebenfalls auf den Wertstoffhöfen möglich.

Dähne ist richtig sauer. „Ich muss Zeit und Kraft investieren, um die Geräte wegzubringen. Zeit, die mir niemand bezahlt, und die ich für Wichtigeres nutzen könnte“, sagt der Unternehmer. Von den Kosten fürs Benzin wolle er gar nicht reden.

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