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Lohmen plant kostenloses WLAN

Freies Internet für Gäste und Anwohner in Lohmen, Wehlen und auf der Bastei? Die Gemeinde will noch in diesem Jahr den kostenloses Service einrichten.

Noch in diesem Jahr sollen Besucher auch auf der Bastei kostenlos im Internet surfen können.
Noch in diesem Jahr sollen Besucher auch auf der Bastei kostenlos im Internet surfen können. © Daniel Schäfer

In und um Lohmen sowie in Stadt Wehlen sollen Gäste und Anwohner noch in diesem Jahr kostenlos im Internet surfen können. Dafür hat die Gemeinde Lohmen jetzt Fördermittel für das öffentliche Netzwerk namens „WiFi4EU“ beantragt. 

"WiFi4EU" ist ein Förderprogramm der Europäischen Union. Das Programm selbst wird von der Europäischen Kommission verwaltet und von der Exekutivagentur für Innovation und Netze (INEA) durchgeführt. Wie Lohmens Gemeindebürgermeister Jörg Mildner (CDU) sagt, erhalten die Gemeinde Lohmen und die Stadt Wehlen je 15.000 Euro.

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Ziel sei es, noch in diesem Jahr das kostenfreie WLAN an bestimmten Plätzen der Region in Betrieb nehmen zu können, sagt Mildner: "Es könnte im Gemeindeamt Lohmen, in der Bibliothek und im Schlosshof öffentliches WLAN geben, im Innen- und Außenbereich der Sporthalle und der Schule in Lohmen sowie an der Friedenslinde in Oberlohmen. Außerdem planen wir freies WLAN auf dem Basteiparkplatz und eventuell an der Basteiaussicht." Desweiteren würde es Überlegungen geben, auch den Heimatverein Mühlsdorf mit frei zugänglichem WLAN auszustatten.

Leider seinen aber die technischen Voraussetzungen für die Installation von WLAN-Hotspots an vielen Punkten noch ungewiss, sagt der Bürgermeister. Bisher fanden dazu keine Begutachtungen an den Standorten statt. Außerdem sei unklar, ob das Geld ausreicht, denn: "Nach Rücksprache mit einigen Installationsfirmen haben wir noch immer keine klare Aussage zu den Kosten erhalten", so Mildner.

Wie funktioniert das freie WLAN?

Das gesamte öffentliche Netzwerk „WiFi4EU“ läuft EU-weit unter einem Server zusammen. Das bedeutet, der Nutzer muss sich nur einmal auf einer Seite anmelden und kann europaweit das Netzwerk nutzen, ohne sich jedes Mal erneut anmelden zu müssen. 

Ziel der Förderinitiative „WiFi4EU“ der Europäischen Kommission ist es, die Anbindung an schnelles Internet durch drahtlose Internetzugänge, sogenannte WLAN-Hotspots, im öffentlichen Raum zu unterstützen. Mithilfe der Initiative sollen in bis zu 8.000 Gemeinden der EU, in denen keine schnelle mobile Internetversorgung vorhanden ist, auf öffentlichen Marktplätzen, in Gebäuden, wie zum Beispiel Krankenhäusern, in Bibliotheken und Rathäusern, Hotspots installiert werden. Dafür stehen insgesamt 120 Millionen Euro zur Verfügung. Die Initiative soll vor allem Bürgern und Touristen zugutekommen kommen.

Wie die Anmeldung für die europaweite Nutzung des freien WLANs für die Bewohner und Gäste genau funktionieren soll, ist derzeit noch nicht bekannt. Voraussichtlich sollen sie sich mit ihrer Handynummer anmelden. Feststeht nur, dass sich alle Gemeinden, die an dem Programm teilnehmen, für drei Jahre verpflichten, keine Kosten zu erheben. Das heißt, nach drei Jahren könnte das kostenlose „WiFi4EU“ dann kostenpflichtig für die Nutzer werden.

Sind die technischen Voraussetzungen dafür gegeben?

In Lohmen werden die technischen Voraussetzungen jetzt geprüft, sagt Bürgermeister Jörg Mildner auf Anfrage von Sächsische.de: "Überall dort, wo es frei zugängliches WLAN später geben soll, müsste schon ein vorhandener DSL-Anschluss in der Nähe da sein. Dieser kann dann mitgenutzt werden, wenn die Internetgeschwindigkeit ausreicht. Hat man zum Beispiel einen DSL-Anschluss mit 100 Mbit/s, kann dieser geteilt werden, sodass dem Besitzer des Anschlusses - meist Einrichtungen der Gemeinde - und dem öffentlichem WLAN jeweils 50 Mbit/s zur Verfügung stehen", erklärt das Gemeindeoberhaupt.

Dazu sollen zusätzliche Geräte und Kabel installiert werden, um ein gutes öffentliches WLAN aufzubauen. Dieses sei dann ein separates Netzwerk, so Mildner. Um größere Außenbereiche abzudecken, würden spezielle Antennen eingerichtet.

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