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Männertag mit Mundschutz

Zu Himmelfahrt zog es viele Besucher in die Sächsische Schweiz. Am späten Nachmittag gab es eine Schlägerei.

Klaus Erdmann (l.) und Gerald Gottlöber aus Wehlen auf fröhlicher Männertagsrunde: Kurz bevor sie am Schloss Thürmsdorf einkehren, legen sie ihren Mund-Nasen-Schutz an.
Klaus Erdmann (l.) und Gerald Gottlöber aus Wehlen auf fröhlicher Männertagsrunde: Kurz bevor sie am Schloss Thürmsdorf einkehren, legen sie ihren Mund-Nasen-Schutz an. © Daniel Förster

Trotz eines großen Besucherandrangs ist der Männertag in der Sächsischen Schweiz weitgehend ruhig verlaufen. Die Polizei verbuchte nur wenige Einsätze, die meiste Arbeit gab es für sie im Pirnaer Ortsteil Obervogelgesang. 

Dort hatten fünf Männer im Alter von 19 bis 36 Jahre gegen 13.25 Uhr sowohl gegen einen Außenspiegel als auch gegen die Schiebetür eines dort abgestellten VW-Transporters getreten. Dabei wurden Spiegel und Tür beschädigt. Nach Aussage von Polizeisprecher Thomas Geithner konnten Beamte die Männer kurze Zeit später feststellen und deren Personalien aufnehmen. Gegen die fünf Deutschen wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt.

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Eine Stunde später, gegen 14.25 Uhr, rief eine Frau die Polizei um Hilfe - wieder in Obervogelgesang. Die Frau schilderte den Beamten, dass zuvor ein Mann ihr Mobiltelefon gestohlen hatte. Die Bestohlene, sagt Geithner, habe den Täter recht genau beschrieben. Wenig später konnten die Polizisten den Mann aufgreifen, das Mobiltelefon hatte er noch bei sich. Gegen den 26-jährigen Deutschen ermittelt die Polizei nun wegen Diebstahls. 

An der Bastei wurde am Donnerstagnachmittag ein jüdisches Ehepaar durch eine Gruppe von fünf Männern mit „Sieg Heil“ begrüßt. Einsatzkräfte stellten das Quintett letztlich im Kurort Rathen fest. Die Beamten nahmen die Personalien auf und leiteten Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein.

Am späten Nachmittag gegen 17.30 Uhr kam es zu einer Schlägerei in der S-Bahn, die nach Dresden fuhr. Eine Gruppe Männer geriet in Streit. Die Auseinandersetzung ging auf dem Bahnhof Kurort Rathen weiter. Die Bundes- und Landespolizei eilte mit mehreren Fahrzeugen dorthin. Es wurden die Personalien der Täter und Opfer sowie von Zeugen vor Ort aufgenommen. Drei Personen mussten mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei ermittelt.

Männertags-Gewimmel: An der Fähre im Kurort Rathen bildeten sich lange Schlangen.
Männertags-Gewimmel: An der Fähre im Kurort Rathen bildeten sich lange Schlangen. © Daniel Förster

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Auf der Zugfahrt nach Dresden kam es zwischen einer Gruppe Männer am späten Donnerstagnachmittag zum Streit. In Kurort Rathen eskalierte die Situation.

Generell habe es laut Geithner in der Sächsischen Schweiz ein hohes Besucheraufkommen gegeben, beispielsweise an der Bastei und im Kurort Rathen, wo sich lange Schlangen an der Gierseilfähre bildeten. Die meisten Gäste hätten sich aber an die vorgeschriebenen Abstandsregeln gehalten. Bei den wenigen, die es nicht taten, blieb es bei polizeilichen Ermahnungen. 

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