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Maibäume in Corona-Zeiten

Eigentlich war das Aufstellen verboten worden. Doch das wurde teils kreativ umgangen.

Ein recht einfacher Maibaum ziert seit Donnerstag Geierswalde.
Ein recht einfacher Maibaum ziert seit Donnerstag Geierswalde. © Foto: Ralf Grunert

Bröthen/Geierswalde. Trotz des allgemeinen Verbots reckten sich gestern doch vereinzelt Maibäume in den Himmel. Traditionell werden diese jedes Jahr am 30. April gestellt. In Geierswalde wurde einer entdeckt, ebenso in Bröthen/Michalken. Im letztgenannten Dorf war allerdings gar kein Maibaumstellen nötig, denn dort brauchte die frische Birke samt Kranz lediglich an einem bereits vorhandenen Stamm befestigt werden. Dieser Stamm, befreit von sämtlichen Ästen, war das Überbleibsel des im Dezember am Bürgerhaus aufgestellten Weihnachtsbaumes, der zwischenzeitlich zum Osterbaum (TAGEBLATT berichtete) umfunktioniert worden war. Auf einem vom Jugendclub Bröthen erstellten Plakat am Maibaum ist zu lesen: „Mein Dorf, das die Tradition in Ehren hält, hat mich mit vereinten Kräften hier erstellt. Bleibt gesund & gut drauf, nächstes Jahr machen wir ohne Corinna einen drauf!“

Nach dem behördlichen Verbot des Osterreitens hatten sich im Fall der Maibäume in etlichen Dörfern Menschen gefunden, die sich diese Tradition nicht verbieten lassen wollten und Bäume, meistens kleinere Exemplare und ohne Mairanke, aufstellten – übrigens auch nicht immer an der Stelle, wo der Baum sonst errichtet wird. Bei den Hexenfeuern am Vorabend sah es etwas anders aus. Hier wurden unzählige kleine Feuer auf privaten Grundstücken gezündet – und man feierte (meist) im kleinen Kreis. (rgr/US)

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