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Mehr Nieskyer Kinder mit Sprachproblemen

Schon Babys werden mit Reizen überflutet. Logopädinnen helfen aber zunehmend auch Schlaganfallpatienten.

Romy Queiser, Kerstin Thunig und Diana Steinke (von links) praktizieren in Niesky, Rothenburg und Rietschen als Logopädinnen. Ihre Erfahrung: Mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen haben alle Altersgruppen zu tun. © André Schulze

Richtig reden kann jeder, der von Kindesbeinen an mit der deutschen Sprache in Berührung kommt? Weit gefehlt, sagen Romy Queiser, Kerstin Thunig und Diana Steinke. Sie sind Logopädinnen mit Sprechstunden in Niesky, Rothenburg und Rietschen. Die Fähigkeit von Kindern, sich altersgerecht auszudrücken, habe in den letzten Jahren sogar abgenommen. Nicht unwesentlich hänge das mit den Veränderungen in der Gesellschaft zusammen. Romy Queiser hat dafür gleich das passende Beispiel parat: „Ich bin ins Wartezimmer gegangen und habe die nächste Patientin aufgerufen. Daraufhin meinte die Mutter des Mädchens, ohne von ihrem Handy aufzuschauen: ‚Jaqueline, du bist dran.‘“ Die Beschäftigung miteinander habe stark nachgelassen. Zugenommen hätten dagegen Reizüberflutungen, zu hoher Medienkonsum. Das Parken vor dem Fernseher, das Spielen auf dem Tablet schon im Kleinkindalter. All das seien Faktoren, die zu Sprach- und Wahrnehmungsstörungen führen, zu Problemen mit der Konzentration und dem Verhalten.

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