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Solartechnik kehrt nach Freiberg zurück

Das Schweizer Unternehmen Meyer Burger wählt traditionsreiche Solarstandorte in Bitterfeld-Wolfen und Freiberg für den Aufbau einer eigenen Fertigung.

In Freiberg sollen künftig wieder Solarzellen und Solarmodule gefertigt werden.
In Freiberg sollen künftig wieder Solarzellen und Solarmodule gefertigt werden. © Meyer Burger

Nun steht es fest. Die Produktion von Solarzellen und Solarmodulen soll nach Freiberg zurückkehren. Für den Start ihrer eigenen Fertigung hat sich die Meyer Burger Technology AG für Standorte im „Solar Valley“ in Bitterfeld-Wolfen und in Freiberg entschieden. 

Die Schweizer Unternehmensgruppe hat bislang die Maschinen für die Solarmodulfertigung geliefert, jetzt will sie die neueste Generation der Fertigungstechnologie selbst nutzen. „Wir freuen uns sehr darauf, zwei der traditionsreichsten Solarstandorte Europas wiederzubeleben und neue Arbeitsplätze zu schaffen“, sagte Vorstandschef Gunter Erfurt am Donnerstag, einen Tag vor der außerordentlichen Generalversammlung in der Schweiz. 

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Bestehende Infrakstruktur als Standortvorteil

Am Freitag dann die Erleichterung: Die Aktionäre stimmten einer Kapitalerhöhung zu, mit der die Investitionen finanziert werden sollen, wie das Unternehmen mitteilte. Schließlich geht um einen Bruttoerlös von umgerechnet 155 Millionen Euro. Das ist die Voraussetzung für die Nutzung der beiden Standorte.

In diese Freiberger Fabrik will das Unternehmen einziehen.
In diese Freiberger Fabrik will das Unternehmen einziehen. © Meyer Burger

Meyer Burger hat sich bewusst für Freiberg und Bitterfeld-Wolfen entschieden, weil die dort bestehenden Infrastrukturen und hohe Fachkompetenz kurze Hochlaufzeiten und eine hohe Produktqualität versprechen. In Bitterfeld-Wolfen mietet das Unternehmen Gebäude des ehemaligen Solarzellenherstellers Sovello langfristig und kostengünstig an, um dort hocheffiziente Solarzellen mit der Heterojunction-Technologie herzustellen. 

400 Megawatt jährlich

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Im knapp 150 Kilometer entfernten Freiberg werden die Zellen dann in einer Produktionsanlage des ehemaligen Solarworld-Konzerns zu Modulen weiterverarbeitet. Über den Kaufpreis der Anlage wurde mit dem Insolvenzverwalter Christoph Niering Stillschweigen vereinbart. 

Die Kapazität zum Produktionsstart im ersten Halbjahr 2021 werden bei jährlich 400 Megawatt in der Solarzellenproduktion und 400 Megawatt in der Modulproduktion liegen. Der weitere Ausbau soll in den kommenden Jahren bis 5 Gigawatt erfolgen.

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