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Mist, die machen, was sie sagen!

Wer seiner Regierung misstraut, kann schnell enttäuscht werden. "Sächsisch betrachtet", eine Kolumne von SZ-Redakteur Gunnar Saft.

Gunnar Saft ist Redakteur im Ressort Politik
Gunnar Saft ist Redakteur im Ressort Politik © dpa/Montage: SZ

Heute und hier mal so richtig Klartext: Sachsens Landesregierung ist fies! Seit Wochen demonstriere ich tapfer für meine Grundrechte und für Versammlungsfreiheit – übrigens ohne je ein Coronavirus dabei gesehen zu haben – und jetzt will man uns das alles zurückgeben. Wogegen soll ich nun protestieren? Selbst die Impfpflicht kommt nicht. Sauerei! Ich will die Impfpflicht, damit ich dagegen sein kann.

Ich brauche jetzt dringend einen Rat. Vielleicht kann mir jemand von meiner Lieblings-Facebook-Gruppe „Wie das Landratsamt Pirna heimlich die Weltherrschaft an sich reißen will“ helfen. Oder ich frage meinen Freund Thomas, den alle Nachbarn empörenderweise immer „Alu-Hut-Tom“ nennen. Und das nur, weil er sich davor schützt, dass die Supermarktkassiererin beim Scannen des Einkaufs geheime Werbebotschaften in seinen Kopf sendet. Würde ich auch machen. Aber bei meiner Glatze rutscht die Alufolie immer gleich runter.

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Meine Frau brauche ich erst gar nicht zu fragen. Die nimmt inzwischen die doppelte Ration Eierlikör, wenn ich ihr beim Fernsehen die böse Welt dort draußen erkläre und schläft ganz schnell ein. Ich glaube, die macht das mit voller Absicht. Und das bei den Eierlikör-Preisen. Was aber, wenn die Landesregierung so weitermacht? Am Ende sollen wir noch mitentscheiden, was nach der Corona-Krise alles passieren muss und Verantwortung übernehmen? Igitt. Ich rufe sofort Thomas an. Morgen Mittag auf dem Marktplatz. Motto: So nicht!

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