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Mobilfunknetz wird in Lommatzsch ausgebaut

An drei Mobilfunkmasten wird demnächst 5G-Technik in Betrieb genommen. Gesundheitliche Risiken gäbe es dadurch nicht.

Mobilfunkmasten wie diese sollen in Lommatzsch für den Mobilfunkdienst 5G umgerüstet werden.
Mobilfunkmasten wie diese sollen in Lommatzsch für den Mobilfunkdienst 5G umgerüstet werden. © Andreas Arnold/dpa

Lommatzsch.  Die Deutsche Telekom will demnächst auch in Lommatzsch die Mobilfunkstandards LTE und 5G nutzen. Hier werde in Kürze an den drei in Betrieb befindlichen Standorten der Mobilfunkdienst 5G in Betrieb genommen. Es würde durch das sogenannte Reframing ein Teil der UMTS-Frequenzen für neue Technologien verwendet.Grund sei, dass der Bedarf an breitbandiger Mobilfunkversorgung in Großstädten, aber auch in ländlichen Regionen rasant zunehme. Die Mobilfunknetze müssten deshalb stark wachsende Datenmengen bewältigen. So habe sich nach Angaben der Bundesnetzagentur der Datenverkehr in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren mehr als vervierzigfacht. Die Tendenz steige weiter stark an. Das mache es für die Telekom erforderlich, ihr Mobilfunknetz ständig zu modernisieren und zu optimieren, um ihren Kunden das beste Netz anzubieten.

Eine Möglichkeit, dies umzusetzen, bestehe darin, ein Frequenzspektrum eines älteren, ineffizienteren Mobilfunkstandards, einem neueren, effizienteren Übertragungsverfahren zuzuweisen. Diese Technik ermögliche den parallelen Betrieb von zwei Mobilfunkstandards in einem Frequenzband. Das Endgerät und die Basisstation legten dabei selbst fest, welche Übertragungsart für die Verbindung genutzt werde. Hierdurch werde parallel zum Ausbau des 5G-Netzes auf den 3,6 GHz-Frequenzen das vorhandene Frequenzspektrum im 2,1 GHz-Bereich optimal für die Zukunftstechnologie genutzt. Durch die beschriebene Modernisierung bereits vorhandener Sendeanlagen, soll 5G auf der 2,1 GHz-Frequenz noch in diesem Jahr für mehr als die Hälfte der Bevölkerung zur Verfügung stehen, auch in ländlichen Gebieten.

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Grenzwert werden eingehalten

Gefahren bestünden durch die Immissionen, die vom Mobilfunksender ausgehen, nicht. Messungen der Bundesnetzagentur hätten bestätigt, dass die heutigen Mobilfunknetze die in Deutschland geltenden Grenzwerte einhielten. Dies werde auch beim 5G-Ausbau der Fall sein. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) habe im Zusammenhang mit 5G festgestellt, dass die Wirkung elektromagnetischer Felder des Mobilfunks auf den Menschen gut erforscht sei. Unterhalb der Grenzwerte seien keine gesundheitlichen Auswirkungen nachgewiesen. Bei Einhaltung des vorgegebenen Schutzkonzeptes sei somit der sichere Betrieb für alle Mobilfunknetze gewährleistet. In Deutschland seien die Grenzwerte in der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung gesetzlich verankert und daher von jeder Mobilfunkanlage einzuhalten.Die internationale Strahlenschutzkommission (ICNIRP) habe erneut die Gültigkeit der geltenden Grenzwerte für den Mobilfunk bestätigt. Bei der Festlegung der Grenzwerte sei ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor berücksichtigt worden. Dadurch werde die sichere Nutzung des Mobilfunks für alle – auch für Kinder, ältere Menschen oder Kranke – gewährleistet. Auch der gemeinnützige Dachverband der Deutschen Kinderärzte „Kinderumwelt“ habe die Sicherheit der Kinder in der Nähe von Mobilfunkstationen bestätigt. Nach allen vorliegenden Kenntnissen gäbe es keine Gründe, den Aufenthalt von Kindern und Jugendlichen in der Umgebung von Mobilfunkstationen einzuschränken, so die Telekom.

Der Ausbau des Mobilfunknetzes erfolge unabhängig vom Breitbandausbau für das Festnetz. Es ergäben sich hierdurch keine Abhängigkeiten. (SZ/jm)

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