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Ganz wild auf Erich Kästner

Ein Museum für einen Nachmittag hatte diesen Donnerstag auf dem Dippser Markt geöffnet - mit besonderen Neuigkeiten und Angeboten.

Elise (hinten), Mathilde und ihre Mama Peggy Pretzsch: Seit sie das Buch „Das doppelte Lottchen“ gelesen hatten, sind alle ganz wild auf Erich Kästner.
Elise (hinten), Mathilde und ihre Mama Peggy Pretzsch: Seit sie das Buch „Das doppelte Lottchen“ gelesen hatten, sind alle ganz wild auf Erich Kästner. © Karl-Ludwig Oberthuer

Peggy Pretzsch hatte sich mit ihren beiden Töchtern Elise und Mathilde den Termin ganz fest vorgenommen. Am Donnerstagnachmittag haben sie das Museumsmobil des Erich-Kästner-Hauses auf dem Markt in Dippoldiswalde besucht. „Wir haben hier so gut wie alles angeguckt, haben was gebastelt und auch neue Bücher kennengelernt“, erzählt die zehnjährige Elise. Das hat für die Familie gut gepasst. „Während der Corona-Zeit haben wir zusammen 'Das doppelte Lottchen' gelesen. Davon waren die Mädchen total begeistert. Nun war klar, dass wir uns das hier ansehen, nachdem wir in der Zeitung davon gelesen haben“, erzählt ihre Mutti Peggy Pretzsch. Über eine Stunde haben sie die Angebote des Museumsmobils durchgearbeitet.

Unterwegs auf Märkten, in Schulen und Horten

In Dippoldiswalde haben die Kulturwissenschaftlerin Hannah Hoffmann und Juliane Prautzsch, die derzeit ihr freiwilliges soziales Jahr macht, ein kleines Wohnzimmer auf dem Markt errichtet. Ein Teppich auf dem Pflasterboden verändert sofort die Atmosphäre und lädt zum Niederlassen ein. Ringsherum stehen Regale mit Bastelmaterial, Büchern und anderen Anregungen zu verschiedenen Themen wie Familie oder Freundschaft. „Und dass wir hier am Brunnen stehen können, ist günstig. Das gibt in der Hitze doch etwas Abkühlung“, sagt Hannah Hoffmann.

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Sie und ihre Kollegin fahren mit dem Musumsmobil durch ganz Sachsen. Sie stellen sich auf Marktplätze wie in Dippoldiswalde, steuern Schulen und Horte an, aber auch Tagespflegeeinrichtungen oder Mehrgenerationenhäuser. „Wir haben für alle Altersgruppen etwas“, sagt Hannah Hoffmann. Denn Menschen, die mit den Kinderbüchern von Erich Kästner groß geworden sind und den Schriftsteller schätzen, gibt es in allen Generationen. Ihre jüngsten Stationen waren Mügeln und Kleinpelsen in Mittelsachsen, der Ort aus dem Kästners Mutter stammt. Am Freitag geht ihre Tour nach Roßwein.

In Dippoldiswalde ist der Besuch verhalten. „Das liegt sicher daran, dass jetzt Urlaubszeit ist. Ich wüsste drei, vier Familien, die mit Sicherheit hierherkommen würden. Aber die sind alle verreist“, sagt Peggy Pretzsch. An einem Regal steht Ina Hennig, die sich auch sehr für den Schriftsteller interessiert. „Natürlich habe ich die wichtigsten Bücher von ihm gelesen, wie `Pünktchen und Anton´“, sagt sie. „Neulich habe ich einen Film über ihn gesehen, nun hoffe ich, noch etwas mehr über ihn zu erfahren.“ 

Solche Ambitionen haben jetzt die beiden Töchter von Peggy Pretzsch nicht mehr. Sie haben jetzt genug Neuigkeiten erlebt und drängen die Mutti, dass sie zum Eiscafé geht und ihnen eine kühle Kugel kauft. Dafür hätte der Kinderfreund Erich Kästner mit Sicherheit volles Verständnis. 

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