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Kamenz

Nach Stadtfest-Ärger: Kerstin Ott kommt noch mal

Beim Pulsnitzer Stadtfest konnte der Markt die Fans nicht fassen. Nun löst der Organisator sein Versprechen ein.

Sängerin Kerstin Ott begeisterte das Publikum in Pulsnitz. Leider konnten das nicht alle Fans miterleben. Deshalb kommt die Sängerin nun noch einmal in die Region, ins benachbarte Gelenau.
Sängerin Kerstin Ott begeisterte das Publikum in Pulsnitz. Leider konnten das nicht alle Fans miterleben. Deshalb kommt die Sängerin nun noch einmal in die Region, ins benachbarte Gelenau. © Reiner Hanke

Pulsnitz/Gelenau. Da staunte selbst der alte Baumeister Ernst Rietschel auf dem Sockel vor dem Rathaus, als sich im Mai zum Stadtfest die Massen auf dem Pulsnitzer Markt wie die Heringe drängten. Hatte er so etwas schon mal gesehen. Wohl eher nicht. Und das waren noch gar nicht alle, die gern beim Auftritt von Sängerin Kerstin Ott vor der Bühne dabei gewesen wären. Sie drängten sich an den Absperrgittern. Bei manchen Fans saß der Frust tief. So manche Wortmeldung war auch deutlich unter der Gürtellinie. Pulsnitzer schimpften gar, dass ihr Fest nach Kamenz verkauft worden sei.

Das trifft den Kamenzer Organisator und Eventmanager Thomas Träber. Er habe in der Zwischenzeit aber auch sehr viel positive Reaktionen vor allem für die Künstlervielfalt und das abwechslungsreiche Programm erhalten. Es sei nicht fair, ein gelungenes Fest nur auf die Sperrung des Markts am Sonntagnachmittag für zwei Stunden zu reduzieren.

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Als Festorganisator habe er die Bremse ziehen müssen: „Es tut mir für alle sehr leid, die nicht auf den Markt gekommen sind“, sagte er damals und bekräftigt es heute. Aber, wenn es zu eng wird und eine Panik entsteht, wäre das nicht zu verantworten gewesen. Die Gesundheit der Gäste sei am wichtigsten. Er versprach zugleich noch während des Festes, Kerstin Ott bald wieder in die Region zu holen. Es werde „die nächste Gelegenheit geben, den Star zu erleben“, so Träber. Das war vor allem ein Friedensangebot an die Fans, die nicht den besten Blick zur Bühne in Pulsnitz hatten oder hinter dem Zaun bleiben mussten.

Diesmal in Gelenau

Kaum acht Wochen nach dem denkwürdigen Festnachmittag kündigt der Eventmanager nun die Sensation an: Er werde sein Versprechen vom Maiwochenende einlösen: „Superstar Kerstin Ott kommt am 1. September nach Gelenau bei Kamenz zum großen Sonntags-Open-Air für die ganze Familie.“ Also, wie ebenfalls versprochen, zumindest in die Nähe von Pulsnitz. Nachdem beim Stadtfest viele Gäste den Markt nicht betreten konnten, sei es um so schöner, dass die Sängerin jetzt erneut der Einladung folgt, so Thomas Träber.

Zumal es unglaublich sei, wie sich die Popularität der Künstlerin in den letzten Monaten entwickelt habe. So hatten die Organisatoren des Pulsnitzer Stadtfestes schon mit viel Andrang gerechnet. Dennoch sei es bei einer kostenlosen Veranstaltung eben schwer einzuschätzen.

Ende des Jahres gehe sie auf Deutschlandtournee und es seien kaum noch Karten zu bekommen. Das gehe durch die Decke. Die Künstlerin stehe momentan ganz oben. Das habe vor allem auch etwas mit ihrer sympathischen Art und den anspruchsvollen eigenen Texten zu tun. Der Manager spricht von ihrer einfachen Art, die so gar nicht abgehoben ist: „Ich hoffe, sie kann sich das erhalten.“

Dass ein Star wie Kerstin Ott innerhalb so weniger Wochen noch einmal in dieselbe Gegend komme, sei durchaus nicht selbstverständlich, schätzt Veranstaltungsmanager Träber ein: „Das ist nur ihr zu verdanken und ich freue mich sehr darüber. Wir hatten schon während des Stadtfestes in Pulsnitz miteinander darüber geredet“, so Thomas Träber. Natürlich habe die Sängerin auch bemerkt, dass viele Fans draußen bleiben mussten. Sie sei eben nicht nur der Musikstar, sondern auch menschlich ein toller Typ. Aber er habe nicht gedacht, dass es so schnell mit dem Termin klappt. Nach der festen Zusage sei er auf die Suche nach dem geeigneten Gelände gegangen und habe es in Gelenau gefunden, wo ja auch die traditionellen Musiktage stattfinden. Deren Veranstalter – die SG Lückersdorf-Gelenau sowie der Feuerschutz- und Heimatverein – würden ihn auch unterstützen, so Träber. 

Auch andere Künstler dabei

Kerstin Ott habe auch eine riesen Fanbasis unter Kindern. Deshalb habe man den Auftritt in Gelenau zum späten Nachmittag hin geplant. Thomas Träber: „Es soll auch ein Fest für die Kinder werden.“ Neben Kerstin Ott werden zahlreiche andere Künstler und Vereine auftreten, kündigt er an: zum Beispiel „Kamenz can Dance“ und Frank Lukas. Außerdem werde es eine Hüpfburg, Kinderschminken, eine Toberutsche geben. Aber die Sängerin wird der Stargast des großen „Sonntags-Open Airs“ sein.

Am Platz werde es diesmal nicht mangeln auf dem riesigen Festgelände, um alle Gäste unterzubringen. Auch das Parkplatzangebot sei gut. Außerdem würden ja diesmal Karten verkauft und der Gästestrom sei damit besser einzuschätzen. Der Eventmanager rät aber rechtzeitig zum Kartenkauf, weil die Nachfrage groß sei. Der Verkauf beginne am kommenden Donnerstag 9 Uhr in den SZ-Treffpunkten und online über das CTS-Ticketsystem.

Erst vor ein paar Tagen feierte das Publikum die Sängerin bei der Schlagernacht in Dresden. Sie war die Einzige, die das Publikum zu einer Zugabe drängte. In Gelenau wird das kaum anders sein.

Die Planungen für das nächste Pulsnitzer Stadtfest sind unterdessen auch im Gange. Die ersten Anfragen bei Künstlern laufen. Er hoffe wieder auf ein tolles Programm und viele Besucher. Aber diesmal ein Fest ohne Sperrungen.

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