merken
PLUS Dippoldiswalde

Umbaupläne für die Parksäle

Zum Advent sollen die Dippser wieder in die Gaststätte Parksäle essen gehen können. Schafft die Stadt den Umbau so schnell?

Ingolf Nücklich von der Firma Industrievermessung Dresden nimmt hier die Maße im großen Parksaal auf, zur Vorbereitung der Umbauten.
Ingolf Nücklich von der Firma Industrievermessung Dresden nimmt hier die Maße im großen Parksaal auf, zur Vorbereitung der Umbauten. © Egbert Kamprath

Es gibt Hoffnung auf eine Wiedereröffnung der Gaststätte im Kulturzentrum Parksäle in Dippoldiswalde. Wenn alles ganz glattgeht, soll sie schon im Advent 2020 wieder aufmachen. Dieses Ziel hat Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) gesetzt. Die Gaststätte Parksäle ist inzwischen das zweite Jahr geschlossen. Die Stadt hat, nachdem der frühere Wirt Horst Wagner zum Jahresende 2018 in den Ruhestand gegangen war, bisher keinen Nachfolger gefunden.

Bevor aber die Zapfhähne wieder in Betrieb gehen, müssen noch einmal die Bauarbeiter ran. Denn die bisherigen Räume und die Aufteilung zwischen dem Saal und der Gaststätte sind nicht mehr zeitgemäß. Daher hat das Ingenieurbüro Klingauf aus Freital das Gebäude einmal gründlich untersucht. In der jüngsten Sitzung des Stadtrats hat Klingauf seine Ergebnisse präsentiert.

Familie
Vater, Mutter und Kinder
Vater, Mutter und Kinder

sind eine wunderbare Kombination. Sie kann viel Spaß machen, aber auch Arbeit und Ärger. Tipps, Tricks und Themen zu allem, was mit Familie und Erziehung zu tun hat, gibts in einer besonderen Themenwelt von sächsische.de.

Nach wie vor Probleme mit dem Brandschutz

Wesentliches Problem beim Kulturzentrum Parksäle ist der unzureichende Brandschutz. Der hat vor sechs Jahren sogar dazu geführt, dass der große Saal über ein Jahr für Veranstaltungen gesperrt werden musste. Die Decke über dem Saal wurde saniert, sodass er wieder öffnen konnte. Aber die Räume, die damals die Musikschule genutzt hatte, sind bis heute nicht mehr nutzbar. Auch im linken Flügel, in dem jetzt die Bau- und Finanzverwaltung der Stadt ihre Räume hat, ist der Brandschutz nicht ausreichend. Dort muss die Stadt ein zusätzliches Treppenhaus anbauen als zweiten Fluchtweg. Und in der Gaststätte sind auch noch Arbeiten zu erledigen.

An der Fassade des Kulturzentrums Parksäle prangt noch die Werbung für die Gaststätte, obwohl sie derzeit geschlossen hat. Aber es gibt Hoffnung, dass sich das bald ändert.
An der Fassade des Kulturzentrums Parksäle prangt noch die Werbung für die Gaststätte, obwohl sie derzeit geschlossen hat. Aber es gibt Hoffnung, dass sich das bald ändert. © Karl-Ludwig Oberthuer
Im Dezember 2018 hat Horst Wagner die Gaststätte in den Parksälen geschlossen und ist in den Ruhestand gegangen. Einen Nachfolger zu finden, ist für die Stadt keine einfache Aufgabe. 
Im Dezember 2018 hat Horst Wagner die Gaststätte in den Parksälen geschlossen und ist in den Ruhestand gegangen. Einen Nachfolger zu finden, ist für die Stadt keine einfache Aufgabe.  © Egbert Kamprath

Wichtig ist jetzt aber auch, dass die Gaststätte so umgebaut wird, dass ein neuer Wirt dort einsteigen kann. Einen ernsthaften Interessenten hat die Stadt, wie Oberbürgermeisterin Körner informierte. Die Küche müsste modernisiert werden. Und die Räume der Gaststätte sollen klarer als bisher von denen des Kulturzentrums getrennt werden.

Der erste Schritt soll 285.000 Euro kosten

Für diese Trennung wollen die Planer zwei Öffnungen von der Gaststätte zum großen Saal schließen, einen Personalraum für das Gaststättenpersonal einrichten und die Decke in der Küche brandsicher ausbauen. Das hat auch Konsequenzen für die Gestaltung des Kulturzentrums. Anstelle der bisherigen Garderobe ist der Einbau eines neuen Treppenhauses mit einem separaten Lieferanteneingang vorgesehen. Für diese Bauarbeiten gehen die Planer von 164.000 Euro Kosten aus.

Die nächsten Arbeiten wären der Anbau eines neuen Treppenhauses an der Ostseite des Gebäude und der Einbau eines Aufzugs, damit ein barrierefreier Zugang zum ersten Obergeschoss möglich wird. Dafür sind Kosten in Höhe von 121.000 Euro veranschlagt. Damit wäre ein erster Bauabschnitt abgeschlossen und all die Umbauten, die aus Brandschutzgründen erforderlich sind, abgeschlossen.

Auf lange Sicht sollten noch zwei weitere Schritte folgen. Den ganzen Eingangsbereich wollen die Planer neu gestalten. Künftig sollen die Besucher geradeaus in den großen Saal gehen können. Dafür werden die Kasse und die Garderobe verlegt.

Weiterführende Artikel

Spielplan trotzt Corona

Spielplan trotzt Corona

Ungewöhnliche Aufgaben hat die Kulturhausleitung der Parksäle Dipps: Sie verhandelt mit dem Gesundheitsamt, statt mit Künstleragenturen.

Außerdem wird in absehbarer Zeit der Nebenflügel des Kulturzentrums frei. Wenn die Stadt das Nachbargebäude des Rathauses für die Verwaltung umgebaut hat, werden die Bau- und die Finanzabteilung dorthin umziehen. Dann werden ihre jetzigen Räume frei. Deren Nutzung steht heute noch nicht genau fest. Eine Überlegung ist, das Obergeschoss für eine mögliche Vermietung vorzubereiten oder für eine Nutzung durch Vereine. Aber bis das geschieht, vergehen noch einige Jahre. Gespannt können die Dippoldiswalder jetzt sein, ob sie beispielsweise schon vor Weihnachten dieses Jahr wieder in die Parksäle-Gaststätte essen und feiern gehen können. 

Mehr Nachrichten aus Dippoldiswalde lesen Sie hier. 

Mehr zum Thema Dippoldiswalde