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Neuer Friedhofschef in Bad Muskau 

Enrico Zamzow ist technischer Mitarbeiter der Stadtverwaltung Bad Muskau. Nun hat er ein spezielles und durchaus sensibles Aufgabengebiet bekommen.

Enrico Zamzow, technischer Mitarbeiter der Stadtverwaltung Bad Muskau, ist seit 1. April 2020 für die drei städtischen Friedhöfe verantwortlich.
Enrico Zamzow, technischer Mitarbeiter der Stadtverwaltung Bad Muskau, ist seit 1. April 2020 für die drei städtischen Friedhöfe verantwortlich. © Joachim Rehle

Rasen mähen, Bäume und Hecken schneiden, Laub und Schnee kehren, im Winter streuen, Papierkörbe leeren, auf Ordnung und Sauberkeit achten, hier und da etwas reparieren: Dies alles und mehr sind Aufgaben sogenannter technischer Mitarbeiter. Zu ihnen gehört in der Stadtverwaltung von Bad Muskau auch Enrico Zamzow. Anders als Hausmeister sind die „Männer für alles“ jedoch nicht für bestimmte Gebäude und Einrichtungen zuständig, sondern fürs gesamte Stadtgebiet.

Trotzdem hat Enrico Zamzow, im Gegensatz zu seinen Kollegen, ab dem heutigen 1. April – das ist kein Aprilscherz! – eine besondere Zusatzaufgabe. Die verlangt von ihm nicht nur Aufmerksamkeit und Einsatz ab. Er muss auch mit Bürgern reden, sich ihre Kritiken, Hinweise und Nöte anhören und für deren Abhilfe sorgen. Jedenfalls wenn es Friedhöfe in Bad Muskau betrifft. Enrico Zamzow ist nämlich zuständig für den Nordfriedhof und die Friedhöfe Berg und Köbeln.

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Keine leichte Aufgabe für den Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Denn Fakt ist: Auf Zustand und Aussehen der Bauten, Anlagen und Wege achtet die Bevölkerung ebenso akribisch wie auf Sicherheit, Sauberkeit oder die Funktionstüchtigkeit von Wasserstellen und Abfallbehältern. Mangelt es irgendwo an der Pflege der letzten Ruhestätten, wird dies für Bürger und Verwaltung gleichermaßen zum Ärgernis, wie sich in den letzten Jahren mehrfach in Bad Muskau zeigte. Immer wieder mussten sich Ausschüsse und Stadtrat mit Bürgerbeschwerden wegen desolater Trauerhallen, Müll auf Friedhöfen, kaputter Bänke oder verwucherter Flächen befassen. Was getan werden konnte, wurde getan. Manches dauerte länger als erhofft. Doch Bad Muskau hat kein Geld, muss sparen. Seit Jahren angedachte und vielfach besprochene Pläne zu Sanierung, Um- und Neugestaltung von Friedhöfen, auch mit Blick auf neue Formen der Bestattungskultur, mussten weitgehend vertagt werden. Selbst der Umfang der ausgeschriebenen und an örtliche Bestatter vergebenen Pflegeleistungen nahm aus Sparzwang in den letzten Jahren immer mehr ab, was wiederum zu noch mehr Bürgerbeschwerden führte.

Ein Kreislauf, den die Stadt nun beenden möchte, indem sie neue (altbewährte) Wege geht. Um den Spagat zwischen Sparkurs und kontinuierlicher Friedhofspflege hinzubekommen, ist Stadtverwaltungsmitarbeiter Enrico Zamzow jetzt offiziell der Verantwortliche für Friedhöfe und somit gleichfalls Ansprechpartner für die Bürger. „Unser technischer Mitarbeiter ist ab 1. April mehrere Stunden pro Woche nur auf Friedhöfen im Einsatz. Je nach Aufgabe und Umfang der Arbeiten wird er dabei von Kollegen seiner Abteilung samt Technik unterstützt oder von unseren Bundesfreiwilligendienstlern“, erläutert Bürgermeister Thomas Krahl. „Natürlich obliegen dem Bestattungsinstitut weiter Aufgaben der Ordnung, Sicherheit und Pflege. Der mit ihm bislang abgeschlossene Rahmenvertrag besteht aber nicht mehr. Dafür gibt es nun eine Arbeits- und Aufgabenteilung“, so Stadtoberhaupt Krahl weiter.

Wie er informierte, seien Kontakte zu Enrico Zamzow vorerst nur über das Sekretariat im Rathaus möglich. „Sobald die organisatorisch-technischen Voraussetzungen der Erreichbarkeit geklärt sind, informieren wir darüber im Muskauer Anzeiger und auf der städtischen Homepage.“

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