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Nieskyer Kostnixbox wird schamlos ausgenutzt

Das Tauschgeschäft funktioniert zwar. Trotzdem hat Initiatorin Laura Rose Ärger mit Kindern.

Gut gefüllt ist die Kostnixbox am Montag. Wer mit gut erhaltenen Sachen anderen Menschen eine Freude machen möchte, kann sie hier am Zinzendorfplatz ablegen.
Gut gefüllt ist die Kostnixbox am Montag. Wer mit gut erhaltenen Sachen anderen Menschen eine Freude machen möchte, kann sie hier am Zinzendorfplatz ablegen. © André Schulze

Die Kostnixbox zwischen Raschkehaus und Stadtbibliothek auf dem Zinzendorfplatz ist gut gefüllt. Kleidung, Spielwaren, Bücher und sogar ein Autokindersitz finden sich hier. Initiatorin Laura Rose zeigt sich im Allgemeinen zufrieden: "Das Tauschgeschäft funktioniert, die Leute bringen nicht mehr benötigte Sachen, andere holen die sich, um sie nicht kaufen zu müssen." Für die Nieskyerin ist dieser Start aber auch mit Ärger verbunden. 

Erst vor wenigen Tagen eröffnet,  "ist es leider schon soweit, dass unsere schöne Kostnixbox von Kindern und Familien schamlos ausgenutzt wird". Das schreibt Laura Rose auf der extra für Tauschinteressierte eingerichteten Facebookseite "KostNixBox Niesky". Es ist und bleibt eine Tauschbox für alle, stellt Frau Rose klar. Anlass dazu geben Vorfälle, in denen zwei Mädchen aus zwei Nieskyer Familien dieses Holzhäuschen leergeräumt haben in der Annahme, dass alles zum Verschenken ist und man es ja gebrauchen kann. 

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Anzeige und Hausverbot

Inzwischen sind die beiden Räuberinnen namentlich bekannt und mit ihren Eltern gesprochen worden, erklärt Laura Rose. Sie verweist darauf, dass wer sich nicht an gesellschaftliche Regeln hält, darf die Box nicht nutzen und bekommt ein Hausverbot ausgesprochen. Widerrechtliche Handlungen werden polizeilich verfolgt. Dazu bittet die Initiatorin alle Nieskyer und Passanten auf dem Zinzendorfplatz,  unangebrachtes Verhalten in und an der Box in der Facebook-Gruppe oder direkt an sie zu melden.  Denn es geht dabei nicht nur um das Leerräumen der Box, sondern auch um Verunreinigung wie durch Zigarettenkippen oder dem Entwenden des Kugelschreibers an der Pinnwand. 

Idee aus Berlin mitgebracht

"Wir wollen alle, dass unser Projekt in Niesky Fuß fasst und den Leuten etwas bringt", betont Laura Rose. Denn mitgebracht hat die 32-Jährige die Idee aus Berlin, wo sie beruflich zu tun hatte. Dort sind es "Giveboxes", die an mehreren Stellen in der Stadt  Menschen als Ablage dienen für Dinge, die sie nicht mehr brauchen, aber auch nicht wegwerfen wollen, da sie noch gut erhalten sind. Und wenn das in der Hauptstadt funktioniert, warum soll das nicht auch in einer Kleinstadt wie Niesky möglich sein.  

Schließlich kann die hölzerne Box auch Freude bereiten, wie Gruppenmitglied Alexander Elias schreibt: "Ich danke dem Spender, der das schöne Nationalmannschaftspuzzle reingelegt hat. Das habe ich schon lange gesucht. Und ich habe eine DVD, die ich doppelt habe, reingelegt." So funktioniert das Tauschgeschäft - zur beiderseitigen Zufriedenheit der Geber und der Nehmer.

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