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Meißen

„Nur sieben Prozent Leerstand“

Sechs Geschäfte sind in dem Einkaufszentrum derzeit frei. Das sei kein Negativrekord – zumindest flächenmäßig. Welche Läden dort gern gesehen wären.

Die Betreiber der Arkaden wünschen sich eine Apotheke, einen weiteren Arzt und einen Frisör sowie ein Eiscafé, um insbesondere den Teichert-Hof (Foto) des Centers zu beleben.
Die Betreiber der Arkaden wünschen sich eine Apotheke, einen weiteren Arzt und einen Frisör sowie ein Eiscafé, um insbesondere den Teichert-Hof (Foto) des Centers zu beleben. ©  Claudia Hübschmann

Meißen. Von einem „großen Leerstand“ könne nicht die Rede sein, teilt Justyna Bogdanowicz-Jankowska auf Anfrage der Sächsischen Zeitung mit. Sie ist kaufmännische Managerin bei der Vivanium GmbH in Dresden, welche die Neumarkt-Arkaden verwaltet. Sechs Läden stünden in dem Einkaufszentrum derzeit leer, das mache nur sieben Prozent der Gesamtfläche aus. 

Nicht der größte Leerstand in der Geschichte des Centers, wie Bogdanowicz-Jankowska erklärt: „Nach dem Auszug von C & A sowie Chelsea konnten die Flächen durch Woolworth und die Targo-Bank langfristig vermietet werden.“ Auch durch den Einzug der urologischen Praxis Petzsch habe der Leerstand in den Arkaden weiter reduziert werden können.

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Apotheke, Nagelstudio und Eiscafé

Trotzdem räumt die Managerin ein, dass der Teichert-Hof derzeit am meisten von Leerstand betroffen sei. Es sei bedauerlich, dass der Frisör seinerzeit ausgezogen sei, obwohl er gute Umsätze gemacht habe. „Aber die Entfernung Bielefeld nach Meißen war ihm eben zu weit.“ 

Auch der Leerstand bedingt durch die Insolvenz des Schuhanbieters Anika Schuh habe noch nicht erfolgreich nachbesetzt werden können. Mit Interessenten befinde man sich „ständig im Gespräch“. Von neuen Mietern konnte Bogdanowicz-Jankowska jedoch noch nicht berichten. Weitere geplante Wegzüge von Geschäften seien ihr nicht bekannt.

Dafür hat die Vivanium GmbH eine klare Vorstellung, welche neuen Geschäfte, dem Einkaufszentrum guttun würden: „Die Branche Apotheke, die von Beginn an geplant war, steht ebenso auf unserer Maßnahmenliste wie zum Beispiel ein Nagelstudio.“ Auch die „Branche Frisör“ wolle man gerne wieder besetzen, „war doch der Kündigungsgrund die Entfernung und nicht die wirtschaftliche Entwicklung des Salons“.

Auch ein Eiscafé sei eine ideale Ergänzung für den Teichert-Hof. „Dieser hat, nicht zuletzt wegen seiner Bestuhlung, eine entsprechende Aufenthaltsqualität.“ Außerdem sei eine weitere Arztpraxis im ersten Obergeschoss wünschenswert. Um dem Leerstand entgegenzuwirken, setze man auf Marketingmaßnahmen, Immobilienportale und Vermietungsschilder.

Bei der Vivanium GmbH ist man optimistisch, für die leerstehenden Geschäfte neue Mieter zu finden, das Umfeld der Arkaden habe sich gut entwickelt. Dazu zähle neben der Entwicklung des Advita-Quartiers auch die Ansiedlung des neuen Aldi-Marktes. Außerdem steigen die Zahlen der Nutzer des Parkdecks weiter und von der Bahn wisse man, dass täglich mehr als 1 000 Menschen an der Haltestelle „Meißen Altstadt“ ein- und aussteigen. „Wir haben hier also einen Standort mit echter Perspektive.“

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Ein Kommentar von Dominique Bielmeier über den Leerstand in den Neumarkt-Arkaden.

Die Neumarkt-Arkaden eröffneten am 8. März 2012 auf 12 000 Quadratmetern Verkaufsfläche als nun größtes Einkaufszentrum in Meißen. Über die Gestaltung des Centers gab es immer wieder Streit mit der Stadt Meißen. Heute gehören die Arkaden dem Verleger Martin Schrader aus Buchholz in der Nordheide. Sein Wochenblattverlag bringt unter anderem die Kreiszeitung Wochenblatt heraus.

Welche Geschäfte fehlen für Sie in den Arkaden? Teilen Sie es uns mit: E-Mail an [email protected]ächsische.de oder auf der Facebook-Seite der SZ Meißen. 

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