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Noch mehr Forschung zieht nach Copitz

Das Nebengebäude der TU-Dresden-Außenstelle in Pirna wird saniert. Im Innern werden Naturstoffe die Hauptrolle spielen.

Das Nebengebäude des Instituts für Abfall- und Kreislaufwirtschaft der Technischen Universität Dresden in Copitz wird flottgemacht.
Das Nebengebäude des Instituts für Abfall- und Kreislaufwirtschaft der Technischen Universität Dresden in Copitz wird flottgemacht. © Daniel Schäfer

Eine Baustelle für die Wissenschaft in Pirna-Copitz: Auf dem Gelände des Instituts für Abfall- und Kreislaufwirtschaft, eine Außenstelle der Technischen Universität Dresden, wird derzeit kräftig gearbeitet.  Fachleute sanieren das flache langgestreckte Nebengebäude, das ehemals als Heizhaus diente. Im  nächsten Sommer soll hier das Institut für Naturstofftechnik der TU Dresden einziehen. Das teilt Jörg Dittrich vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) mit. Dittrich ist  Objektverantwortlicher für die Liegenschaft in Copitz an der Pratzschwitzer Straße.  Das Institut für Naturstofftechnik bündelt Kompetenzen auf dem Gebiet der Gewinnung, Verarbeitung und Veredlung von Naturstoffen zum Beispiel für Lebensmittel, für Holzwerkstoffe und deren Verpackungen im Sinne einer Kreislaufwirtschaft.

Das Gebäude wird zu einer Art Werkstatt zu Forschungszwecken mit großen Räumen ausgebaut. Nicht tragende Innenwände wurde bereits abgerissen. Derzeit bereiten die Arbeiter die Fußböden vor, auf denen später große Platten verlegt werden sollen. "Danach kommen die Medien, also unter anderem Gas, Wasser und Strom", erläutert Dittrich.  In den so entstehenden Großräumen werden die Institutsmitarbeiter und Studenten künftig beispielsweise Furnierholz herstellen beziehungsweise  Pflanzen zerkleinern, um somit Zellulose zu gewinnen. Außerdem wird die Fassade saniert, das Dach gedämmt und das Gebäude erhält neue Fenster und Türen.  Eine komplette energetische Sanierung sei aber nicht vorgesehen, sagt Dittrich. 

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Im Inneren des Gebäudes werden jetzt die alten Fußböden herausgerissen.
Im Inneren des Gebäudes werden jetzt die alten Fußböden herausgerissen. © Daniel Schäfer

Damit nicht genug. Außerdem bekommt das Institut für Naturstofftechnik auch Räumlichkeiten in dem großen Hauptgebäude, das sich direkt an der Pratzschwitzer Straße befindet. "Es sind einige Büroräume, die ebenfalls hergerichtet werden", informiert der SIB-Mitarbeiter. 

Für die große Wiese zwischen der Pratzschwitzer Straße und dem Nebengebäude gibt es einen besonderen Plan.  Auf dem Areal entsteht eine sogenannte Außenbewitterungsfläche. Eine aufwendige Sache. Verschiedene Holzarten werden auf einem Metall-Gestänge-Fundament aufgestapelt und der Witterung ausgesetzt. "Man will so erforschen, wie sich das Holz verhält und wie man den Verwitterungsprozess eventuell durch künstliche Einflüsse verändern beziehungsweise verlangsamen kann", sagt Jörg Dittrich. Für die Gesamtmaßnahme in Copitz greift der Freistaat Sachsen tief in die Tasche und investiert rund 3,4 Millionen Euro.  

Schornstein bereits abgerissen

Das jetzt zu sanierende Nebengebäude stammt aus den 40er-Jahren. Früher war es ein Heizhaus, das die umliegenden Häuser auf dem Areal mit Wärme versorgte.  Die Kesselanlage wurde bereits vor mehreren Jahren ausgebaut.  Mitte der 2010er-Jahre fiel auch der große Schornstein. Ebenso ließ die SIB bereits jenes Gebäude auf dem Gelände abreißen, in dem sich früher eine Fallschirmfabrik befand. "Einige Fallschirme haben wir noch gefunden", sagt Dittrich.  

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Das Nebengebäude, in das im nächsten Jahr der neue Lehrstuhl einzieht, stand übrigens vor Sanierungsbeginn nicht leer. Es wurde von verschiedenen Instituten der TU Dresden genutzt. Das mehrstöckige Hauptgebäude hatte bereits von 2010 bis 2015 eine umfassende Frischekur erhalten.   

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