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Pirnaer triumphieren bei Sportlerwahl

Trotz Absage der Sportgala wurde der Jahrgang 2019 gewählt. Mit dabei: zwei Premierensieger.

Die Gewinner der Sportlerumfrage sind: die Rudererin Johanna Sinkewitz, der Ruderer Franz Werner und das Bobteam Francesco Friedrich.
Die Gewinner der Sportlerumfrage sind: die Rudererin Johanna Sinkewitz, der Ruderer Franz Werner und das Bobteam Francesco Friedrich. © Fotos: KSB, Andreas Weihs; Montage: SZ-Bildstelle

Die Sportler des Jahres 2019 im Landkreis Sächsische Schweiz-Ostgebirge stehen fest. Zum ersten Mal in der 26-jährigen Geschichte der gemeinsamen Umfrage von Sächsischer Zeitung und Kreissportbund (KSB) werden sie aber nicht bei der alljährlichen Sportlergala gekürt. Diese sollte ursprünglich an diesem Sonnabend in der Wilsdruffer Saubachtalhalle stattfinden. Aufgrund der Corona-Krise musste sie abgesagt werden.

Die Umfrage lief dennoch weiter.  Insgesamt wurden 4.551 Stimmen über die Online-Wahl und die SZ-Originaltippscheine abgeben. Das Publikumsvotum ging zur Hälfte ins Endergebnis ein. Die andere Hälfte ergab sich aus der Punktevergabe der Jury aus Politik, Wirtschaft und Sport. Bei der Abstimmung ging es zum Teil sehr spannend zu. Am Ende triumphierten in allen drei Kategorien Sport-Asse aus Pirna. Mit seinem neunten Titel in Folge konnte Rekordbobweltmeister Francesco Friedrich vom BSC Sachsen Oberbärenburg seine Bestmarke bei Sportlerwahlen im Landkreis ausbauen. Der Pirnaer gewann vor seinem inzwischen zurückgetretenen Vereinskollegen Nico Walther. Platz drei ging an die Turnerinnen vom SV Wesenitztal. Die Sachsenmeisterinnen aus Dürrröhrsdorf-Dittersbach sammelten am fleißigsten Stimmen. Allein 515 Mal wurde für die Landesliga-Frauenriege abgestimmt. Nur ihre Wesenitztaler Teamkollegin, Einzel- und Mannschaftlandesmeisterin Julia Leubert, holte noch mehr Stimmen (546). Damit darf sich die 21-jähirgen Pharmaziestudentin zusätzlich über den Publikumspreis freuen. 

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Der Titel Sportlerin des Jahres ging indes an Johanna Sinkewitz vom Pirnaer Ruderverein 1872 (PRV). Die 18-jährige Vize-Juniorenweltmeistern im Doppelvierer wurde erst voriges Jahr als Nachwuchssportlerin 2018 geehrt. Nun schnappte sich der Pirnaerin auch den Titel bei den „Großen“. Sie schnitt in der Gesamtwertung bei Umfrageteilnehmern und der Jury zusammengerechnet am besten ab. Die bislang letzte und einzige Ruderin, die bei der Sportlerwahl gewann, ist Vize-Olympiasiegerin Peggy Waleska vom PRV. Die heute 39-jährige holte zwischen 2000 und 2004 viermal den Siegerpokal. Johanna Sinkewitz siegte vor dem Altenberger Skeletontalent Susanne Kreher vom BSC Sachsen Oberbärenburg und der entthronten Titelverteidigerin Jessica Tiebel vom RRC Altenberg. 


© SZ

Eine weitere Premiere gab es bei den Männern. Mit Franz Werner vom PRV sicherte sich zum ersten Mal ein Ruderer den Titel. Der 19-jährige U23-Vizeweltmeister im Doppelvierer aus Wilschdorf (Dürrröhrsdorf-Dittersbach gewann vor dem Geisinger Juniorenrennrodler Mathis Ertel vom RRC und Sachsens besten Biathleten, Justus Strelow (SG Stahl Schmiedeberg). Die drei Bestplatzierten in jeder der drei Kategorien und die Publikumspreisträgerin sollen bei einer nachträglichen Ehrungsveranstaltung im Sommer auf Schloss Burgk ausgezeichnet werden. „Leider entgeht den Sportlern des Jahres die besondere Würdigung, auf großer Bühne geehrt zu werden“, sagt KSB-Präsident Roland Matthes. „Wir hoffen aber, die Auszeichnung im kleineren Rahmen nachholen können.“

Auch Jörg Seidel, SZ-Geschäftsführer, bedauert die Gala-Absage: „Seit 1994 veranstalten KSB und Sächsische Zeitung die Sportlergala. Ich bedauere die Absage sehr, da damit die fantastischen Leistungen der Sportlerinnen um Sportler nicht in der Öffentlichkeit geehrt werden können. Aber jeder versteht dies. Und umso schöner wird die Sportlergala im Jahr 2021.“ Die Sächsische Zeitung als Unternehmen werde zudem „alles versuchen, um der Wirtschaft zu helfen – im Moment mit #ddvlokalhilft und in Zukunft das gesellschaftliche Leben weiterhin zu unterstützen“, sagt er. „Ich wünsche allen Sportlerinnen und Sportlern ein gesundes und sportliches Jahr nach der Coronakrise.“

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