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Rekord auf dem Forststeig

Gut 3.000 Übernachtungen wurden zwischen April und Juli an der Trekkingroute gezählt. Eng war es aber nur an zwei Tagen.

Am Forststeig können Wanderer ihr Zelt an einem Biwakplatz (Foto) aufschlagen oder in Trekkinghütten übernachten.
Am Forststeig können Wanderer ihr Zelt an einem Biwakplatz (Foto) aufschlagen oder in Trekkinghütten übernachten. © Foto: Sachsenforst

Der Forststeig Elbsandsteingebirge ist bei Wanderern so beliebt wie nie. Das zeigt ein Blick auf die Zahlen für die bisherige Saison. Seit April ist die Trekkingroute, die sich auf rund 110 Kilometern durch die Sächsische und Böhmische Schweiz zieht, für Wanderer geöffnet.

Unterwegs gibt es fünf Forsthütten und vier Biwakplätze, an denen übernachtet werden kann. Zwischen April und Juli hat der Sachsenforst schon mehr als 3.000 übernachtende Wanderer gezählt. „Das sind mehr als in der gesamten letzten Saison“, sagt Uwe Borrmeister, Leiter des Forstbezirkes Neustadt beim Sachsenforst.

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2018 waren zwischen 2.000 und 2.500 Mehrtageswanderer auf dem Forststeig unterwegs. Die Schätzung basiert auf der Anzahl der verkauften Trekkingtickets. Denn wer in den Hütten oder auf den Biwakplätzen übernachten will, muss dafür bezahlen. Rund 4.700 solcher Tickets wurden im letzten Jahr verkauft, davon 2.800 tatsächlich eingelöst.

Die aktuelle Saison verläuft laut Borrmeister bisher ohne Konflikte. Die Übernachtungsplätze seien nicht überlastet. Lediglich zu Himmelfahrt und in den Osterferien hätte es zwei Tage gegeben, an denen an einzelnen Hütten und Biwakplätzen mehr Wanderer angetroffen wurden, als es Schlafplätze gab. Die Wanderer seien aber zusammengerückt, sodass alle einen Schlafplatz gefunden hätten.

Neues Biwak in Leupoldishain

Zum Start in die zweite Forststeig-Saison wurde in Leupoldishain ein neues Biwak eröffnet. Wanderer können am Nikolsdorfer Berg 10, auf dem Gelände des Walderlebniszentrums vom Sachsenforst, ihre Zelte aufschlagen und sich auch mit frischem Trinkwasser versorgen. Außerdem ist der Maienhof in Kleingießhübel ein neuer Forststeigpartner. Auf dem Hof von Dörte Wolf nahe dem großen Zschirnstein können Langstreckenwanderer in einer Ferienwohnung, im Zelt oder auch als Gruppe übernachten.

Eine Übernachtung mit dem Forststeig-Ticket kostet für Erwachsene zehn Euro in der Trekkinghütte. Ein Ticket für den Biwakplatz kostet fünf Euro. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zahlen jeweils einen Euro je Nacht. Seit dieser Woche werden die Tickets auch auf tschechischer Seite verkauft: in der Touristeninformation am Bahnhof in Děčín. „Mit dieser Kooperation ist es jetzt auch für tschechische Forststeigtrekker einfacher, Tickets für die Übernachtungsstellen zu erwerben“, sagt Borrmeister. Die Tickets gibt es ansonsten unter anderem beim Sächsischen Bergsteigerbund, bei Globetrotter Dresden, im OVPS-Service-Center am Busbahnhof in Pirna, am Nationalparkbahnhof in Bad Schandau und in der Touristinformation im Treff-Punkt Königstein.

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Der Sachsenforst, der die Übernachtungsplätze betreut, muss immer wieder auf das Feuerverbot im Wald hinweisen. Die Wanderer sollten zudem ihren eigenen Müll wieder mitnehmen. Die Biwaks und Hütten sollten zudem gerade an den Wochenenden und Feiertagen nicht von Tagesausflüglern genutzt werden. „Langstreckenwanderer auf dem Forststeig“, sagt Uwe Borrmeister, „haben hier Vorrang“.


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