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Schloss-Verwalter weisen Vorwurf rechter Umtriebe zurück

Nach der Kritik des Kulturvereins zeigen sich die von Wolffersdorffs schockiert. Ihnen gehe es nur um den Erhalt des Denkmals.

Auf Schloss Promnitz ist zuletzt ein Konflikt zwischen dem Kultur- und Schlossverein und der Familie von Wolffersdorff ausgebrochen.
Auf Schloss Promnitz ist zuletzt ein Konflikt zwischen dem Kultur- und Schlossverein und der Familie von Wolffersdorff ausgebrochen. ©  Sebastian Schultz

Promnitz. Eigentlich sollte auf Schloss Promnitz am 14. Juli dieses Jahres nur eine von vielen kulturellen Veranstaltungen stattfinden. Doch dann wurde aus der Lesung von Jasmin Hoppe und Franns-Wilfrid von Promnitz ein Eklat. 

Denn der Verein erhob im Anschluss schwere Vorwürfe gegen die Familie von Wolffersdorff, die sich seit Jahren um den Erhalt des Schlosses kümmert, und deren Umfeld. So sei nicht nur die Veranstaltung des Kulturvereins durch Zwischenrufe gestört wurden, sondern zuletzt auch rechte Umtriebe auf dem Schloss zu beobachten.

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Eine Kritik, die bei den Schloss-Verwaltern auf Unverständnis und Enttäuschung stößt. Im Namen der gesamten Familie weisen sie alle negativen Behauptungen entschieden zurück, teilen Wolf und Marianne von Wolffersdorff mit. 

Wer die Familie und ihr Umfeld als „geisteskrank und rechtsradikal“ bezeichne und darüber hinaus „sogar die Vermutung ausspricht, dass das ehrwürdige alte Schloss Promnitz von ihr zu einem Nest der Rechtsradikalen ausgebaut wird, muss von Hass und Neid getrieben sein“, meint Marianne von Wolffersdorff.

Schloss soll offener Ort bleiben

Dass an den Vorwürfen, auf dem Schloss würden sich rechte Umtriebe breitmachen, nichts dran sei, könne jedermann jederzeit überprüfen, so die Familie. „Jeder Interessierte kann zu uns kommen und sich überzeugen, dass sich die Familie zusammen mit dem Denkmalschutz ausschließlich für Wiederaufbau und Rettung dieses für die Region bedeutenden Kulturdenkmals engagiert.“

Zum Zwist mit dem Kulturverein äußern sich die von Wolffersdorffs indes nicht direkt. Was genau bei der Veranstaltung Mitte Juli auf Schloss Promnitz vorgefallen ist und was nicht, bleibt deshalb weiterhin im Unklaren. Hier gehen die Meinungen beider Seiten weit auseinander. Während die Mitglieder des Kulturvereins Zwischenrufe gehört haben wollen, sagen Personen aus dem Umfeld der Familie von Wolffersdorff, dass es solche Vorfälle nicht gegeben habe.

Die Familie selbst verweist in der Debatte auf ihre zahlreichen Aktivitäten rund um Schloss Promnitz. Seit Jahren bemühen sich die von Wolffersdorffs mit der Schloss Promnitz Verwaltung gGmbH um die Sicherung und Sanierung verschiedener Teile. Zuletzt wurde die Turmhaube abgenommen, nun soll sie instandgesetzt werden.

„Dem Denkmalschutz und den Spendern ist bekannt, dass sich die Familie der Forschung, der Sanierung und der Wiederbelebung der Landwirtschaft im biologischen dynamischen Sinne mit aller Kraft widmet“, sagt Marianne von Wolffersdorff. Dabei seien auch die Veranstaltungen des Kulturvereins nicht zu kurz gekommen. „Der Kultur wurde stets Raum gegeben, sodass bis jetzt der Kultur- und Schlossverein trotz Risiken der Großbaustelle die kulturellen Veranstaltungen durchführen konnte“, erklärt Marianne von Wolffersdorff.

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Mit Blick auf die Kritik, auf Schloss Promnitz würden sich rechte Umtriebe breitmachen, verweist die Familienforscherin Marianne von Wolffersdorff außerdem auf ein Buch, an dem sie gerade arbeitet. Darin werde vor allem das Leben auf Promnitz nach 1945 beleuchtet.

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