merken
PLUS Meißen

Schneller von Lommatzsch zur Autobahn

Die Staatsstraße 85 bei Mertitz wird ausgebaut. Der Ausbau orientiert sich vorwiegend am Verlauf der vorhandenen Straße.

Schmal und kurvenreich ist die Staatsstraße, welche durch Mertitz führt. Das soll sich ändern.
Schmal und kurvenreich ist die Staatsstraße, welche durch Mertitz führt. Das soll sich ändern. © Claudia Hübschmann

Lommatzsch/Dresden. Damit hatte wohl mancher schon nicht mehr gerechnet: Die Staatsstraße 85 zwischen Lommatzsch und Nossen wird nun doch weitergebaut. Für das letzte Stück bei Mettelwitz wurde jetzt Baurecht erteilt, wie die Landesdirektion Sachsen mitteilt. Sie hat jetzt den  Planfeststellungsbeschluss für das Vorhaben erlassen.  Damit verfügt der Freistaat Sachsen, vertreten durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), über sofort vollziehbares Baurecht. 

 "Ich freue mich, dass sich mit dem jetzt genehmigten Vorhaben für die Bürgerinnen und Bürger von Lommatzsch die Anbindung an die Autobahn im Süden deutlich verbessert. So sind zum Beispiel Arbeitsplätze im Großraum Dresden schneller zu erreichen. Aber auch die Verkehrssicherheit erhöht sich, weil mit einer optimierten Lage und Höhe der Straße die Sichtverhältnisse besser werden", so Regina Kraushaar, Präsidentin der Landesdirektion Sachsen, dazu.

Anzeige
Sommer, Sonne, Sonnencreme
Sommer, Sonne, Sonnencreme

Hier erfährst Du welchen Schutz und welche Pflege Deine Haut in den heißen Monaten wirklich braucht.

Das Straßenbauvorhaben betrifft die S 85 im Nossener Ortsteil Mertitz. Die rund 1,25 Kilometer lange Baustrecke beginnt etwa 100 Meter nördlich der Einmündung der Straße nach Zöthain, verläuft in südlicher Richtung durch die Ortslage von Mertitz und schließt an den bereits realisierten 1. Bauabschnitt der Gesamtbaumaßnahme S 85 an. 

Mit dem Projekt wird die vorhandene Trasse grundhaft ausgebaut. Dabei werden Lage und Höhe der Straße optimiert. Das verbessert die Sichtverhältnisse und damit die Verkehrssicherheit. 

Die Strecke erhält zudem eine einheitliche Fahrbahnbreite von 6,50 Meter, was die Begegnung größerer Fahrzeuge sicherer macht. Zwei Meter breite Gehwege in den Ortslagen erhöhen die Sicherheit für Fußgänger. Des Weiteren ist zwischen dem nördlichen Bauanfang und der Einmündung nach Zöthain auf der östlichen Seite ein 2,50 Meter breiter Radweg vorgesehen.

Das Ausbauvorhaben orientiert sich weitestgehend am Verlauf der bestehenden Straße. So können unnötige Eingriffe in das Eigentum, die Landwirtschaft sowie in Natur und Landschaft vermieden werden.

Die S 85 ist eine wichtige Verbindungsstraße zwischen der B 6 nördlich von Lommatzsch sowie der B 101 und der Autobahn A 14 im Süden. Sie dient dem regionalen Verkehr zwischen Riesa, Lommatzsch und Nossen. Mit dem Ausbauvorhaben wird der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung der Strecke entsprochen. Es verbessert sich insbesondere die Anbindung von Lommatzsch an die Autobahn A 14 über die Anschlussstelle Nossen-Ost.

Zum Ausgleich der unvermeidbaren Eingriffe in Natur und Landschaft sind umfangreiche Kompensationsmaßnahmen vorgesehen. Unter anderem wird das Ketzerbachwehr in Zöthain zurückgebaut, damit sich Tiere und Pflanzen besser ausbreiten und vermehren können. 

Zwischen Jammerwasser und Ketzerbach wird ein ottergerechter Durchlass geschaffen. Vorgesehen ist auch die Pflanzung einer Baumreihe mit 63 Bäumen. Auf 1.100 Quadratmetern werden Hecken als Windschutz und auf 650 Quadratmetern Feldgehölze angepflanzt. Für wegfallende Fledermausquartiere in Altbäumen sind Ausweichquartiere geplant. Rund 3.000 Quadratmeter nicht mehr benötigte alte Straßenfläche werden entsiegelt.

Wann die Straße gebaut wird, ist aber noch unklar. "Wir wollen versuchen, das Bauvorhaben in eines der kommenden Jahresbauprogramme einzuordnen. Allerdings ist dafür zunächst der Beschluss des Sächsischen Doppelhaushalts 2021/22 abzuwarten.

Abseits davon prüfen wir gerade, ob wir zumindest vorgezogen im kommenden Winter  zur Bauvorbereitung  Holzung  und  Rodungen am Baufeld vorgenommen werden  können", so Isabel Pfeiffer, Pressesprecherin des Lasuv. Ursprüngliche Kostenprognosen von 2014 hatten Kosten in Höhe von rund drei Millionen Euro ermittelt. Nun werde eine Neuberechnung der Kosten  vorgenommen. (SZ/jm)

Weitere Nachrichten aus Riesa lesen Sie hier.

Weitere Nachrichten aus Meißen lesen Sie hier.

Weitere Nachrichten aus Großenhain lesen Sie hier.

Weitere Nachrichten aus Radebeul lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Meißen