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So geht es mit den Grundschulen weiter

Während die Trinitatisschule über die Zukunft ihres Hauses nachdenkt, stehen auch für die anderen Einrichtungen Veränderungen an.

Die 4. Grundschule an der Breitscheidstraße soll 2022 von der Innenstadt nach Gröba-Merzdorf umziehen. So sieht es zumindest ein Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2016 vor.
Die 4. Grundschule an der Breitscheidstraße soll 2022 von der Innenstadt nach Gröba-Merzdorf umziehen. So sieht es zumindest ein Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2016 vor. ©  Sebastian Schultz

Riesa. Zwar läuft der Pachtvertrag des Schulvereins der Trinitatisschule mit der Stadt im Juli 2022 aus. Doch für den Träger der christlichen Einrichtung an der Schillerstraße ist bereits jetzt klar, dass man an dem Standort bleiben möchte. Die Frage nach Sanierung oder Neubau stellt sich aber nicht nur für die Trinitatisschule, sondern auch für die drei staatlichen Grundschulen in Riesa.

Der Stadtrat hat dazu bereits 2016 eine Grundsatzentscheidung getroffen, die mit einigen zeitlichen Änderungen auch aktuell noch gilt, erklärt Stadtsprecher Uwe Päsler. Begonnen hat die Schulrochade demnach bereits 2017 mit der Schließung der 2. Grundschule Am Storchenbrunnen an der Alleestraße. 

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Das Gebäude wurde seitdem bereits in Teilen saniert und dient seit den Winterferien dieses Jahres als Interimsstandort für die Oberschule Am Merzdorfer Park. „Dort ist der Rückzug nun für Sommer 2021 geplant, danach die Fertigstellung der Schule Alleestraße für die weitere Grundschulnutzung“, erklärt Uwe Päsler. 

2022 soll die jetzige 4. Grundschule komplett von der Breitscheidstraße an die Alleestraße ziehen. Was mit dem alten Schulgebäude vom Typ Dresden wird, ist derzeit unklar.

Neubau für Weidaer Einrichtung

Auch das Haus der 3. Grundschule an der Magdeburger Straße Weida ist vom Typ Dresden und eine Sanierung laut Stadt unverhältnismäßig teuer. Deshalb ist dort ein Ersatzneubau geplant. „Darüber müssen die Stadträte im Rahmen der Haushaltsdebatte für 2020/2021 beraten, weil da die Planungen beginnen müssten“, so Uwe Päsler.

Das dürfte noch einmal für Diskussionen sorgen. Weil das Schulkonzept schon 2016 nicht einstimmig beschlossen wurde. Und weil Noch-Linken-Fraktionschefin Uta Knebel derzeit für eine andere Idee wirbt, die den Umzug der Trinitatisschule an den Rathausplatz in das Haus der 1. Grundschule sowie den Erhalt des Schulstandortes an der Breitscheidstraße vorsieht.

Ungeachtet dessen hat die Stadt ihre Prognosen für die Zahl der Erstklässler angehoben. War 2016 die Rede von perspektivisch sechs ersten Klassen pro Jahr, erklärte Uwe Päsler nun: „Die uns vorliegenden Prognosen des Landratsamtes gehen mittelfristig von mindestens sieben Einstiegsklassen aus.“

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