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So startete Sachsen ins neue Schuljahr

Zurück zum sogenannten Regelbetrieb. Für 485.600 Kinder und Jugendliche hat die Schule begonnen - unter besonderen Auflagen. Probleme gab es nur mit Eltern.

Der Mann mit der Maske, der hier die Erstklässler in Beilrode begrüßt, ist Sachsens Bildungsminister Christian Piwarz.
Der Mann mit der Maske, der hier die Erstklässler in Beilrode begrüßt, ist Sachsens Bildungsminister Christian Piwarz. © Sebastian Willnow/dpa

Dresden. Nach Monaten mit eingeschränkten Unterrichts- und Betreuungsangeboten sowie zwischenzeitlichen Schließungen haben Sachsens Schulen am Montag den Regelbetrieb wieder aufgenommen. Von Normalität kann aber noch nicht die Rede sein. Für die 485.600 Schüler – darunter fast 40.000 Erstklässler – startet das neue Schuljahr unter Corona-Bedingungen und damit mit zahlreichen Auflagen.

Strenge Hygieneregeln sollen Schüler, Lehrer und Erzieher in und außerhalb der Klassenräume vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen. Dazu gehören regelmäßiges Lüften und Händewaschen sowie Abstand halten. Auf eine generelle Maskenpflicht in Schulgebäuden hat das Kultusministerium verzichtet, empfiehlt aber das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung außerhalb des Unterrichts. Über die Details sowie zusätzliche Hygienemaßnahmen entscheiden die Schulleitungen eigenständig. Nur für schulfremde Personen wie Eltern oder Handwerker ist bei Schulbesuchen eine Maske verpflichtend.

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Vereinzelt Masken-Verweigerer

Der erste Schultag verlief nach Einschätzung des Kultusministeriums „weitgehend ruhig und fast reibungslos“. Vereinzelt habe es jedoch Widerstände gegen die Hygieneregeln der Schulen gegeben, hieß es. So hätten sich Eltern geweigert, innerhalb der Schulen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. In einem Fall wollte zudem eine Mutter nicht, dass ihr Kind im Schulgebäude eine Maske trägt.

Kultusminister Christian Piwarz (CDU) appelliert daher auch an die Eltern, die Vorgaben einzuhalten. „Für den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen wird ganz entscheidend sein, wie achtsam und vorsichtig sich nicht nur die Schulgemeinschaft in den Schulen, sondern vor allem auch die Gesellschaft außerhalb der Schulen verhält. Wer Hygieneregeln ignoriert, gefährdet letztendlich den Schulbesuch der Kinder.“

Und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer twitterte: 

Probleme deuten sich zudem bei der Essensversorgung der Schüler an. Es gibt Schulen, wo die Schulspeisung aufgrund von Hygieneauflagen nicht für alle Schüler im bisherigen Umfang angeboten werden kann oder für einzelne Klassenstufen bis auf Weiteres sogar komplett entfällt.

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Zusammen mit dem Schulstart in Sachsen kam es am Montag zum ersten Corona-Fall. Eine Lehrerin an einem Leipziger Berufsschulzentrum wurde positiv auf das Virus getestet. Nun greift auch hier ein Vierstufenplan: Zunächst werden Kontaktpersonen ermittelt. Danach werden eventuell einzelne Schüler oder Gruppen in Quarantäne geschickt. Bis schließlich auch Schulschließungen möglich sind. „Schulschließungen wird es im neuen Schuljahr geben, aber sie dürfen nur die Ultima Ratio sein und nur punktuell oder regional und zeitlich begrenzt erfolgen“, sagte der Minister.

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