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Sieben Millionen Euro für Altmarkt-Umbau

Der Stadtrat hat entschieden, dass eine teurere Variante umgesetzt wird. Das bringt neue Risiken mit sich.

© René Meinig

Zehn Jahre nachdem der Altmarkt für viel Geld umgebaut wurde, ist der Platz bereits wieder marode. Das liegt vor allem daran, dass sich unter dem Pflaster das Wasser staut. Dadurch droht irgendwann ein Einbruch.

Ab kommendem Frühjahr will die Stadt den Platz, auf dem derzeit der Striezelmarkt stattfindet, sanieren lassen. Davor gab es aber lange Diskussionen darum, wie genau der Altmarkt umgebaut werden soll. Die Stadt hatte zunächst zwei Varianten vorgeschlagen. Eine relativ einfache Sanierung für rund vier Millionen Euro. Zur zweiten Wahl für den Stadtrat wurde eine komplexere Variante, also ein kompletter Umbau, für rund sieben Millionen Euro.

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Die Räte einigten sich auf die günstigere Variante. Allerdings beantragte die CDU zusätzlich, den Platz für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Kinderwagen besser nutzbar zu machen. Dafür wird geschnittenes Pflaster benötigt. Das ist deutlich teurer. Die Stadtverwaltung hatte vorgeschlagen, das teurere Pflaster nur rund um die Zugänge der Tiefgaragen zu verwenden. Dann hätte der Umbau rund fünf Millionen Euro gekostet. Den kompletten Platz mit dem Pflaster zu bestücken, kostet weitere 1,85 Millionen Euro mehr - also insgesamt knapp sieben Millionen Euro.

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Am Ende gab es eine deutliche Mehrheit für die behinderten- und familienfreundlichere Variante mit geschnittenem Pflaster überall. "Ich kann das nachvollziehen", so Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). "Allerdings muss ich überprüfen lassen, ob ich Widerspruch einlege. Das hat erhebliche fiskalische und zeitliche Auswirkungen, weil eine grundsätzliche Neuplanung benötigt wird." Das bedeutet, Hilbert lässt prüfen, ob die Kosten auch gedeckt werden können. Zudem ist wahrscheinlich, dass der Zeitplan nicht mehr eingehalten werden kann. Im April 2020 sollte der Umbau losgehen. Damit der Striezelmarkt im kommenden Jahr dort stattfinden kann, soll der Bau unterbrochen werden. Ob das alles so klappt, ist nun unklar.

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