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Stolpener Schüler pauken in Quarantäne 

Nach der Rückkehr aus Südtirol sitzen die Siebtklässler wegen der Corona-Gefahr zu Hause fest. Doch nun hat die Schule das nächste Problem.

An der Oberschule in Stolpen müssen derzeit gleich mehrere Herausforderungen gemeistert werden.
An der Oberschule in Stolpen müssen derzeit gleich mehrere Herausforderungen gemeistert werden. © - Foto: privat

Der Schulalltag an der Ludwig-Renn-Oberschule hat es gehörig auf den Kopf gestellt. Seit mittlerweile einer Woche sitzen die Schüler aus den beiden siebenten Klassen in häuslicher Quarantäne fest, genauso wie ihre Betreuer und die beiden Lehrer, die mit ihnen unterwegs waren.

Am vergangenen Freitag sind sie mit dem Bus aus dem Skilager in Vals in Südtirol  zurückgekommen. Ab Montag mussten sie zu Hause bleiben, da die Region an ihren Rückreisetag zum besonderen Gefährdungsgebiet erklärt wurde.  "Noch bis zum 20. März stehen sie unter Quarantäne. Danach dürfen sie wieder in die Schule kommen", sagt Katrin Lattig, stellvertretende Schulleiterin der Ludwig-Renn-Oberschule Stolpen. Allerdings stellte diese Entscheidung die Oberschule vor eine ganz andere Herausforderung. Sicherlich hätten die Schüler an ihr Skilager noch gern zwei Wochen Ferien angehängt. In solchen Fällen ist jedoch vorgeschrieben, die Schüler mit Aufgaben zu versorgen.

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In der Oberschule wurde das wie folgt gelöst: Bereits am Montag, dem 9. März, wurden den Siebtklässlern auf der Internetseite der Oberschule die Aufgaben für die jeweiligen Fächer zum Herunterladen eingestellt. Etwa zwei bis drei Stunden sollten sie für die Aufgaben einplanen. So ist es zumindest in einigen Fächern vorgegeben. Ob die Schüler die Zeit tatsächlich auch nutzen, kann in dieser Situation allerdings niemand überwachen.

"Die Schüler müssen nach der Quarantäne die gelösten Aufgaben mitbringen. Diese werden dann von den Lehrern kontrolliert", kündigt Katrin Lattig an. Ein Zurückschicken via Internet oder Mail ist nicht vorgesehen. Wer sollte die Aufgaben jetzt auch durchsehen? 

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Denn die Oberschule steht noch vor einem weiteren Problem, das auch die verbliebenen Lehrer in den Krisenmodus versetzt. Zusätzlich zu den zwei unter Quarantäne stehenden Lehrer sind elf weitere Kollegen derzeit krank. Das heißt, die Stundenpläne für die restlichen Klassen müssen immer wieder neu angepasst werden, um den Unterrichtsausfall so gering wie möglich zu halten.

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