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Strom vom Kuhstalldach

2015 hat die Pretzschenendorfer Landwirtschaftsgesellschaft ihren neuen Milchviehstall gebaut. Doch dort ist noch mehr möglich als Milchproduktion.

Am neuen Kuhstall in Pretzschendorf stehen Gerüste für den Aufbau einer Solaranlage auf dem Dach.
Am neuen Kuhstall in Pretzschendorf stehen Gerüste für den Aufbau einer Solaranlage auf dem Dach. © Karl-Ludwig Oberthuer

An dem neuen Kuhstall, den die Pretzschendorfer Landwirtschafts- und Dienstleistungsgesellschaft 2015 fertiggestellt hat, stehen wieder Gerüste. Das hat aber nichts mit dem ursprünglichen Bau zu tun, sondern dieser wird weiter ergänzt. Er bekommt eine Fotovoltaikanlage aufs Dach, wie Stephan Claus, der Geschäftsführer der Landwirtschaftsgesellschaft informiert. Die große Fläche auf dem Gebäude bietet sich dafür an.

Strom zum Vorzugspreis

Allerdings wollen die Pretzschendorfer Landwirte nicht selbst in das Stromgeschäft einsteigen. Der Aufbau der Solarstromanlage würde zu viele finanzielle Mittel binden. Deswegen haben sie einen Vertrag mit einem Investor geschlossen, der auf eigene Kosten baut und auch das nötige Fachwissen für den Betrieb einer solchen Anlage mitbringt. Wenn die Anlage steht, erhält die Landwirtschaftsgesellschaft den Sonnenstrom zum Vorzugspreis. „Es wird aber immer noch so sein, dass wir weiteren Strom aus dem Netz dazukaufen“, erwartet Claus. Denn der Betriebsablauf in der Milchviehanlage und damit auch der Stromverbrauch muss sich nach dem Bedarf der Tiere richten und kann nicht auf die aktuelle Sonneneinstrahlung Rücksicht nehmen.

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Das Geschäftsmodell, bei dem Landwirte die großen Flächen auf ihren Gebäuden an Spezialunternehmen vermieten, ist häufig zu finden. Auch die Ruppendorfer Agrargesellschaft beispielsweise stellt auf diese Art Dachflächen für die Gewinnung erneuerbarer Energien zur Verfügung. Sie hat auf diese Art die Kosten für eine Dachsanierung gespart. Die musste der Investor der Solaranlage übernehmen. 

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