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Sturm zerstört Waldseilpark an der Malter

Der Klettergarten „Sherwood Forest“ ist eine Attraktion für die Talsperre. Wie geht es damit nun weiter?

Die Betreiber des Waldseilparks in Paulsdorf  wollten eigentlich in ihre zehnte Saison gehen. Doch mit dem Jubiläum wird es nichts. Sturm Eberhard hat am Sonntag dieses Waldstück mitsamt dem Park zu großen Teilen zerstört.
Die Betreiber des Waldseilparks in Paulsdorf wollten eigentlich in ihre zehnte Saison gehen. Doch mit dem Jubiläum wird es nichts. Sturm Eberhard hat am Sonntag dieses Waldstück mitsamt dem Park zu großen Teilen zerstört. © Egbert Kamprath

Eigentlich wollten Danny Schubert und René Petzold am letzten Märzwochenende in die neue Saison starten mit ihrem Waldseilpark „Sherwood Forest“ in Paulsdorf an der Talsperre Malter. Doch Sturm Eberhard hat am Wochenende ihre ganzen Pläne durcheinandergewirbelt. Er hat den Wald, in dem der Park angesiedelt ist, in großen Teilen zerstört. Es wurden Bäume entwurzelt. Teilweise liegen sie; viele hängen schräg an anderen Bäumen mitsamt den Seilen und Kletterparcours, welche Petzold und Schubert dort aufgebaut hatten.

„Wir wissen im Moment auch nicht, wie es weitergeht“, sagt Danny Schubert. „Wir müssen erst einmal den Termin mit der Versicherung abwarten, ehe Entscheidungen fallen können.“ Die Betreiber haben schon am Sonntagabend nach dem Rechten gesehen, als die ersten Böen geblasen haben. Schon da standen zwei Bäume nicht mehr gerade.

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Aber der Höhepunkt des Sturms um Mitternacht hat dann richtig heftigen Schaden verursacht. Diesen zu beziffern, ist im Moment niemand in der Lage. Derzeit darf auch niemand in das Waldstück. Es wäre viel zu gefährlich. Jeden Moment kann einer der schräg hängenden Bäume herunterbrechen oder ein schwerer Ast zu Boden fallen.

Dabei gibt es jetzt zwei Probleme. Für die Waldpark-Betreiber geht es zum einen um ihre eigenen Bauten, um die Kletterstege, die gespannten Seile und die Podeste, die großteils zerstört sind. Aber zum anderen hat der Sturm die Basis des gesamten Parks, eben den Wald, ja auch schwer in Mitleidenschaft gezogen. Selbst wenn die Versicherung die kompletten Anlagen ersetzt, fehlt ein großer Teil der Bäume, um sie wieder anzubringen. Der Waldseilpark gehört zum Dippoldiswalder Stadtwald, dem sogenannten Böthchen. Die Kletterpark-Betreiber haben ihr Areal von der Stadt gepachtet.


Nicht nur die Einbauten für den Waldseilpark sind zerstört. Viel schlimmer ist, dass die Bäume, welche die Basis des ganzen Unternehmens sind, auch entwurzelt und gebrochen sind.
Nicht nur die Einbauten für den Waldseilpark sind zerstört. Viel schlimmer ist, dass die Bäume, welche die Basis des ganzen Unternehmens sind, auch entwurzelt und gebrochen sind. © Egbert Kamprath

Simone Ullrich-Braune, die in der Stadt für die Bauabteilung verantwortlich ist, sagt: „Wir haben den Schaden schon einmal besichtigt.“ Um die Höhe genau abschätzen zu können, erwartet sie noch Informationen vom Sachsenforst, der im Auftrag der Stadt den Wald bewirtschaftet, und ein Gespräch mit den Parkbetreibern.

„Es ist unser Wunsch, dass der Park erhalten bleibt“, sagt die Bauverantwortliche. Bevor der Parkbetrieb wieder eröffnen kann, muss ein Gutachter die Standsicherheit der Bäume prüfen, die übrig geblieben sind. Dann müssen die Stadt und die Parkbetreiber eine Lösung suchen, wie es weitergehen kann. Vielleicht kann der Park erweitert werden in einem Areal, wo die Bäume nicht so unter dem Sturm gelitten haben.

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2009 haben Petzold und Schubert den Waldseilpark eröffnet. Eigentlich sollte in dieser Saison das zehnjährige Bestehen gefeiert werden. Doch vorher haben die beiden Betreiber erst einmal ganz andere Sorgen, damit es weitergehen kann.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/freital und www.sächsische.de/dippoldiswalde vorbei.

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