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Ulrike Neumann ist neue Ortsvorsteherin

Da es bei der ersten Sitzung des neuen Rates in Knappenrode keinen Kandidaten gab, muss das älteste Mitglied die Aufgabe übernehmen.

Ulrike Neumann wurde am Donnerstag als neue Ortsvorsteherin durch Oberbürgermeister Stefan Skora vereidigt. Für sie kam das sehr überraschend.
Ulrike Neumann wurde am Donnerstag als neue Ortsvorsteherin durch Oberbürgermeister Stefan Skora vereidigt. Für sie kam das sehr überraschend. © Foto: Hagen Linke

Knappenrode. Es war aus mehreren Gründen eine ungewöhnliche Ortschaftsratssitzung am Donnerstagabend in Knappenrode: Eröffnet wurde sie von Stefan Skora. Hoyerswerdas Oberbürgermeister übernahm die Verpflichtung der im Mai gewählten Ortschaftsräte Bert Beyer, Bernd Wende, Andy Kühnelt, Ulrike Neumann, Norbert Weinberg (alle Wählervereinigung) und Gabriele Kobela (Die Linke). Die Verpflichtung von Holger Bredefeldt (Wählervereinigung), der nicht anwesend war, wird nachgeholt.

Danach sollte eigentlich ein neuer Ortsvorsteher als Nachfolger von Otto-Heinz Lehmann gewählt werden. Es konnte im Vorfeld aber niemand überzeugt werden, sich dieser Aufgabe zu stellen. Gesetzlich vorgesehen, könnte der Amtsinhaber das Amt vorerst weiterführen. Otto -Heinz Lehmann erinnerte daran, er habe mehrfach angekündigt aufzuhören. Dabei bleibe es. „Ich möchte auch aus persönlichen Gründen die Tätigkeit als Ortsvorsteher nicht weiterführen.“

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Deshalb greift Paragraf 68, Absatz 4 der Sächsischen Gemeindeordnung: „Für den Fall, dass er die Geschäfte nicht weiterführt, nimmt der an Lebensjahren älteste Ortschaftsrat die Aufgaben des Ortsvorstehers wahr.“ Ulrike Neumann wurde also durch den Oberbürgermeister vereidigt. Die 60-Jährige ist neu im Rat, bekam im Mai 59 Wählerstimmen, lag damit auf Platz 6 aller Räte. Angetreten war die gebürtige Sonnebergerin, die seit 1992 in Knappenrode lebt, um sich einzubringen und für ein besseres Miteinander im Ort zu streiten. Sie ist Mitglied im Brauchwasser- und Antennenverein. Die Wahl kam für Ulrike Neumann völlig überraschend, die Kommunalpolitik sei „absolutes Neuland“, räumt sie ein. „Wir müssen uns der Situation stellen und an einem Strang ziehen, um der Aufgabe gerecht zu werden“, sagt sie.

Bert Beyer (320 Stimmen im Mai) und Bernd Wende (72) erklärten sich bereit, die Aufgabe als Stellvertreter zu übernehmen. „Wir stehen 100 Prozent hinter Ulrike und werden gemeinsam auftreten.“ Auch Otto-Heinz Lehmann kündigte seine Unterstützung an. Da die neue Ortsvorsteherin aus dem Kreis der gewählten Räte kommt, kann jetzt ein Nachrücker in den Rat einziehen: Mirko Leuffert (Die Linke).

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