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Neunmal Urlaub für lau

In der Coronakrise verbringen viele Familien die Sommerferien daheim. Sächsische.de hat neun Ausflugstipps für die Elbsandsteinregion - alle kostenfrei.

Familie Pospichal aus Hamburg im Felslabyrinth in Langenhennersdorf: Berit, Frank und Sohn Piet.
Familie Pospichal aus Hamburg im Felslabyrinth in Langenhennersdorf: Berit, Frank und Sohn Piet. © Steffen Unger

Sächsische Schweiz statt spanisches Festland, Osterzgebirge statt Kanarische Inseln: Viele Familien entscheiden sich angesichts der Coronakrise in diesem Sommer für Urlaub zu Hause - im eigenen Land oder sogar vor der eigenen Haustür. Doch was unternehmen in einer Region, die man zu kennen scheint? Sächsische.de stellt neun Ausflugsziele in der Sächsischen Schweiz und dem Osterzgebirge vor. Dort können Kinder und Erwachsene etwas erleben - ohne dabei Eintritt zahlen zu müssen.

1. Tipp: Klettern im Felslabyrinth

Weniger wandern, sondern vielmehr klettern können Ausflügler im Felslabyrinth bei Langenhennersdorf. In einem Waldstück zwischen dem Bernhardstein und den Nikolsdorfer Wänden befinden sich Sandsteinfelsen, die von Höhlen, Klüften und Spalten durchzogen sind. Die Felsgruppe, die 1979 als Flächennaturdenkmal ausgewiesen wurde, ist ein Abenteuerspielplatz - nicht nur für Kinder. Ein mit Nummern markierter Rundweg führt durch das Labyrinth. Unterwegs warten schmale Felsspalten, Stufen, Leitern und etliche Höhlen darauf, erkundet zu werden. Aber Vorsicht: Selten bleiben Hände und Kleidung beim Klettern sauber. 

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Adresse: Harald-Schurz-Weg, 01816 Langenhennersdorf, zwischen der B 172 und Rosenthal-Bielatal. Ganzjährig geöffnet. Parkplatz vorhanden.

2. Tipp: Waldhusche in Hinterhermsdorf

Die Waldhusche ist ein mehr als 60 Hektar großes Freigelände in der hinteren Sächsischen Schweiz. Vor Ort gibt es vier Themenwege mit über 40 Erlebnis- und Mitmachstationen, die die Waldbewirtschaftung früher und die Waldpflege heute zeigen. Kinder können selbst Baumstämme sägen, Spinnennetze erklettern und Borkenkäferröhren erkunden. Ein Teil der Wege ist barrierefrei und mit dem Kinderwagen oder Rollstuhl befahrbar. 

Bonno Wulf und sein Vater Kristof Trelleberg klettern auf dem Erlebnispfad der Waldhusche in Hinterhermsdorf.
Bonno Wulf und sein Vater Kristof Trelleberg klettern auf dem Erlebnispfad der Waldhusche in Hinterhermsdorf. © Steffen Unger

Hauptattraktion ist die "Husche", eine Art Rutsche, über die Waldarbeiter früher Holzstämme transportiert haben. Sie wurde nach einem alten Vorbild errichtet und besteht aus 150 bis zu sechs Meter langen Fichtenstämmen. Bei Führungen wird gezeigt, wie 2,50 Meter lange Stämme auf der Husche den Hang polternd hinunterschlittern. Die Husche veranschaulicht, wie sich die Forstwirtschaft einst behalf, bevor im Wald Maschinen eingesetzt werden konnten. Darüber hinaus können sich Besucher in den Infostellen Blockscheune und Beizehaus umschauen. 

Adresse: Buchenstraße 11, 01855 Sebnitz. Haupteingang am Parkplatz an der Buchenparkhalle. Das Gelände ist das ganze Jahr über frei zugänglich.

3. Tipp: Luchse sehen in Bad Schandau

Einen Luchs in fast freier Wildbahn, den können Besucher oberhalb von Bad Schandau beobachten. Auf dem Plateau nahe Ostrau befindet sich ein Luchsgehege, in dem zwei Tiere leben. Beobachter müssen manchmal lange Ausschau nach den Luchsen halten, denn sie verstecken sich gern im Baum oder Dickicht - wie in der Natur auch. 

Das Gehege wurde einst für einen Bären gebaut, der 1939 von Berlin als Geschenk in die Sächsische Schweiz kam. Von der Ostrauer Scheibe führt ein Luchsweg, der mit kleinen Luchsspuren markiert ist, hinab nach Bad Schandau. Unterwegs gibt es sechs Stationen, an denen es um die Sinneswelt des Tieres geht. Unter anderem kann man an einem übergroßen Hörtrichter die Geräusche der Umgebung  deutlicher wahrnehmen. 

Blick auf den Ostrauer Aufzug. Auf dem Plateau oberhalb von Bad Schandau gibt es ein Luchsgehege.
Blick auf den Ostrauer Aufzug. Auf dem Plateau oberhalb von Bad Schandau gibt es ein Luchsgehege. © Steffen Unger

Der kürzeste Weg von der B 172 hinauf funktioniert mit dem Ostrauer Aufzug - der allerdings kostenpflichtig ist. Der historische Personenaufzug wurde 1904 auf Initiative des Bad Schandauer Hoteliers Rudolf Sendig gebaut. Die Kabine fährt in einem rund 50 Meter hohen Stahlturm nach oben und ist über eine Brücke mit der oberen Station verbunden. In der Sommersaison von Mai bis September fährt der Aufzug täglich von 9 bis 20 Uhr, in der übrigen Zeit etwas verkürzt. Erwachsene zahlen für die einfache Fahrt 1,80 Euro, hin und zurück 2,80 Euro. Ermäßigte zahlen jeweils 1,40 und 2,20 Euro.

Adresse Luchsgehege: Fahrstuhlweg, 01814 Bad Schandau. Ganzjährig frei zugänglich.

4. Tipp: Toben auf dem Wachberg in Saupsdorf

Vom knapp 500 Meter hohen Wachberg in Saupsdorf bietet sich ein Panoramablick, der  vom Zittauer Gebirge über das Böhmische Mittelgebirge, die hintere Sächsische Schweiz bis hin zu den Ausläufern des Osterzgebirges reicht. In der dazugehörigen Wachbergbaude kann man einkehren. Davor wurde am Steilhang über mehrere Terrassen ein Spielplatz gebaut. 

Matilda, Theodor und Papa Lars Büttner aus München testen bei einem Ausflug den Spielplatz an der Wachbergbaude in Saupsdorf.
Matilda, Theodor und Papa Lars Büttner aus München testen bei einem Ausflug den Spielplatz an der Wachbergbaude in Saupsdorf. © Steffen Unger

Der Clou daran: Aus Holz wurden originale Häuser aus Saupsdorf nachempfunden. Sogar die Kirche gibt es im Miniformat, mit echter Glocke zum Läuten. Man kann über den Meicheweg von Sebnitz aus zum Wachberg wandern oder mit dem Bus bis Saupsdorf fahren. Vor dort geht es in 30 Minuten zu Fuß hinauf. Parkplätze vor Ort sind vorhanden. 

Adresse: Wachbergstraße 66, 01855 Sebnitz, OT Saupsdorf. 

5. Tipp: Erlebnisse auf der Plantage in Lockwitz

Beeren pflücken und spielen: Diese Mischung gibt es seit Anfang Juni auf der Erlebnisplantage in Dresden-Lockwitz, kurz hinter Heidenau. Im Frühsommer können hier Erdbeeren, ab Mitte Juni Himbeeren und ab Anfang Juli Heidelbeeren selbst vom Strauch gepflückt und gekauft werden. 

Café, Selbstpflücke und Spielplatz in einem - die Erlebnisplantage in Lockwitz.
Café, Selbstpflücke und Spielplatz in einem - die Erlebnisplantage in Lockwitz. © Daniel Schäfer

Die Plantage gibt es bereits seit 2006. Besucher können zudem im Beerencafè einkehren, während die Kinder auf dem Spielplatz mit Holzklettergerüst und Schaukeln toben. 

Adresse: Lockwitztalstraße, 01259 Dresden-Lockwitz. Öffnungszeiten: täglich 9-18 Uhr.

6. Tipp: Baden und gondeln in Grillenburg

Erst gondeln und danach selbst ins Wasser springen, das bietet der Gondel- und Badeteich in Grillenburg. Vor Ort gibt es Ruderboote für bis zu fünf Personen, die kostenpflichtig ausgeliehen werden können. Mit Blick auf das Jagdschloss schippert man über rund 21.000 Quadratmeter Wasser. An einem Imbiss kann man sich stärken. 

Imbiss-Betreiberin Sylwia Bednarczyk-Delang freut sich auf Gäste am Gondelteich in Grillenburg.
Imbiss-Betreiberin Sylwia Bednarczyk-Delang freut sich auf Gäste am Gondelteich in Grillenburg. © privat

An heißen Sommertagen kann an einem hinteren See auch gebadet werden. An einem Teil des Ufers des naturbelassenen Sees wurde Kies aufgeschüttet. Besucher finden auf einer großen Liegewiese ausreichend Platz zum Sonnen oder Picknicken. 

Adresse: Freundschaftsweg 2, 01737 Grillenburg. 

7. Tipp: Kühe gucken in Somsdorf

Von der Kuh direkt auf den Frühstückstisch, auf dieses Prinzip setzt Familie Bernhardt, die in Freital-Somsdorf einen Bauernhof samt Milchtankstelle betreibt. Hier gibt es täglich frische Produkte, nicht nur Milch, sondern auch Eier oder Fleischprodukte vom Rind. 

Hier hat die Milch einen kurzen Weg: Landwirt Marc Bernhardt betreibt die Milchtanke in Freital.
Hier hat die Milch einen kurzen Weg: Landwirt Marc Bernhardt betreibt die Milchtanke in Freital. © Andreas Weihs

Nebenbei können Kunden kostenlos Kühe, Ziegen, Esel, die Hofkatzen und - die Hauptattraktion - Erdmännchen beobachten. 

Adresse: Freitaler Milchtanke, Marc Bernhardt, Lübauer Straße 5, 01705 Freital

8. Tipp: Tiere streicheln in Höckendorf

Im Tiergarten Höckendorfer Heide, der vom gleichnamigen Verein betrieben wird, können Besucher bei einem kostenlosen Rundgang  fast 20 verschiedenen Tierarten sehen. Dazu gehören Alpakas, Wollschweine, Hängebauchschweine, Zebus und Ponys. 

Nicht nur Strauße gibt es im Tiergarten in Höckendorf.
Nicht nur Strauße gibt es im Tiergarten in Höckendorf. © Karl-Ludwig Oberthuer

Der kleine Zoo wurde 2002 eröffnet. Er finanziert sich durch engagierte Einwohner, Unternehmer und Spenden der Tierpark-Besucher. 

Adresse: Schenkberg 1, 01774 Klingenberg, OT Höckendorf

9. Tipp: Märchen erwandern in Reinhardtsgrimma

Figuren der zehn beliebtesten Märchen können Kinder und Erwachsene auf der Märchenwiese in Reinhardtsgrimma begegnen. Dornröschen und Schneewittchen, Wolf und Hexe, Riese und sieben Zwerge sind dort anzutreffen. Viele der großen Figuren können beklettert werden. Ansonsten steht ein Klettergerüst mit Rutsche zum Toben in dem Park bereit. 

Die zehn beliebtesten Märchen werden in Reinhardtsgrimma mit übergroßen Skulpturen dargestellt.
Die zehn beliebtesten Märchen werden in Reinhardtsgrimma mit übergroßen Skulpturen dargestellt. © Karl-Ludwig Oberthuer

Die Märchenwiese hat witterungsabhängig von Mitte April bis etwa Ende Oktober täglich von 9-20 Uhr geöffnet. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und beachten, dass  keine Toiletten zur Verfügung stehen.

Adresse: Grimmsche Hauptstraße, 01768 Glashütte

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