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Warum es beim Straßenbau klemmt

Seit mehreren Jahren wird der schlechte Zustand der Straße in Laußnitz kritisiert. Das Landesamt für Verkehr weist auf Probleme mit der Entwässerung hin.

Von Frank Oehl
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Die Ortslagen der S 56 in Laußnitz, Höckendorf und Pulsnitz sind fällig, wie man sieht. Aber auch außerorts gibt es wegen der schmalen Straßen immer wieder zerfahrene Bankette, die auch den Schulbusverkehr erschweren. Eine Lösung ist nicht in Sicht.
Die Ortslagen der S 56 in Laußnitz, Höckendorf und Pulsnitz sind fällig, wie man sieht. Aber auch außerorts gibt es wegen der schmalen Straßen immer wieder zerfahrene Bankette, die auch den Schulbusverkehr erschweren. Eine Lösung ist nicht in Sicht. © René Plaul

Laußnitz. Gleich mehrere Leser beklagen den Zustand der Staatsstraße 56 zwischen Laußnitz und Pulsnitz. Die Lage habe sich seit 2017 kaum verbessert, schreiben Mirko Richter, Veit Müller und Stephan Gießner, die auch für die Eltern der Grundschule Laußnitz sprechen. Zwar sei in Höckendorf mit dem Straßenbau begonnen worden, es sei aber nur ein Teil von dem saniert worden, was geplant war. „Aussichtslos bleibt der Zustand der S 56 außerhalb der Ortslagen.“ Durch die Schlaglöcher und die geringe Breite der Straße würden die Kinder im Schulbus regelmäßig von den Sitzen gehoben – mit erheblichem Verletzungsrisiko. Der Elternrat habe sich an das Landratsamt gewandt, leider gab es keine Reaktion aus der Straßenbaubehörde. Das Thema sei auch im Bürgerbüro des früheren Ministerpräsidenten vorgetragen worden. „Uns wurde mitgeteilt, dass in den nächsten zwei Jahren keine Maßnahmen zur Verbesserung des Zustands der S 56 geplant sind, das Thema aber priorisiert würde.“ Im Bürgerbüro von Michael Kretschmer habe man nun erfahren, dass die fehlende Straßenentwässerung in der Ortslage Laußnitz als Problem ausgemacht sei. Deshalb habe man sich an die Gemeinde gewandt, die wiederum auf das Landratsamt als eigentlich zuständige Behörde verweist. „Wir Bürger fühlen uns gefangen im Hin und Her zwischen den Ämtern und Institutionen, die nicht Willens sind, ein Problem zu erkennen und eine Lösung zu finden.“ Dies würde sich auch auf die Politikwahrnehmung und das Wahlverhalten der Eltern von 120 Kindern der Grundschule niederschlagen, heißt es.

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