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Was passiert mit den Krauschwitzer Friedhöfen?

Auch Schließungen standen auf dem Plan, weil das Geld fehlt. Auf jeden Fall aber miss ein Konzept her.

Auf dem Friedhof Kirchstraße halfen 2018 selbst Reservisten.
Auf dem Friedhof Kirchstraße halfen 2018 selbst Reservisten. © Joachim Rehle

Helmut Melcher aus Skerbersdorf ist froh, dass keiner der fünf Friedhöfe von Krauschwitz und seinen Ortsteilen geschlossen werden soll, erklärte er jüngst im Gemeinderat. Schließungen hatte der Kommunalberater der Gemeinde aufgrund der hohen Verschuldung angeregt. Diese Pläne entrüsteten die Bürger.
Nun sind Schließungen vom Tisch. Trotzdem muss geklärt werden, wie es mit den Einrichtungen weitergehen soll. Nicht nur, weil die Einwohnerzahlen stetig sinken und im Vergleich dazu viele große und zu unterhaltende Bestattungsflächen vorhanden sind. Auch, weil der Trend von Erdbestattungen und Urnengräbern hin zu alternativen Bestattungsformen geht. Vor allem aber müssen Wege, Trauerhallen, Zäune, Bäume, Hecken und Grünflächen, Bewässerungsanlagen sowie Denkmale gepflegt, erhalten und nicht selten saniert werden. All das kostet die Gemeinde viel Geld, weshalb mittel- und langfristig genau geplant werden musst.

Um zu wissen, was wo erforderlich ist, was es kostet und wann es gemacht werden muss, hat Krauschwitz eine Friedhofskommission gegründet. Vorsitzender ist Gemeinderat Daniel Mossmann. „Die Friedhöfe bleiben, denn die Menschen brauchen letzte Ruhestätten in ihren Orten, die sie besuchen, wo sie trauern und sich erinnern können. Aber wir müssen prüfen, welche Objekte Bestattungsschwerpunkte sind. Und wir brauchen Einzelkonzepte und ein Gesamtkonzept“, erklärte Moosmann in der Ratssitzung. Bereits begonnen worden sei, als Basis für Konzepte, Gestaltungs-, Sanierungs- und Finanzierungsmaßnahmen, mit Begehungen aller Friedhöfe.

Bürgermeister Tristan Mühl bestätigte den Erhalt der letzten Ruhestätten und die Erarbeitung der Konzepte. „Die sind nötig, um Fördermittel zu bekommen, damit die Friedhöfe zu gegebener Zeit gestaltet werden können. Sobald die Konzepte fertig sind, werden sie öffentlich im Gemeinderat vorgestellt“, sagte der Bürgermeister.
Gestaltung war für Gemeinderat Mario Mackowiak das Stichwort. „Der Friedhof Krauschwitz-Ost hat den schlechtesten Zustand von allen. Hier muss man seit Jahren teilweise über Grabsteine laufen. Das ist sehr unwürdig“, kritisierte er. Daniel Moosmann kennt die Problematik und den Zustand des Friedhofs. „Wir wollen den Weg vom Eingang bis zur Trauerhalle machen, das Denkmal mit einbeziehen und das Areal samt Seiteneingang und bis hinter die Kirche mit Fördermitteln gestalten, ähnlich dem Friedhof in Weißkeißel“, erläuterte der Vorsitzende der Friedhofskommission grob die Planungen. Wann die Umgestaltung kommt, ist noch offen.

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