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Weißwasser hat ein neues Stück Radweg

Die 280 Meter gegenüber dem Turnerheim könnten zur Rennstrecke werden – zehn Prozent Gefälle.

Thomas Böse vom Bauamt Weißwasser (Mitte) zerschnitt gestern im Beisein von Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der Baufirma das Band. Somit ist nun der neue Radweg in Weißwasser nutzbar.
Thomas Böse vom Bauamt Weißwasser (Mitte) zerschnitt gestern im Beisein von Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der Baufirma das Band. Somit ist nun der neue Radweg in Weißwasser nutzbar. © Sabine Larbig

Weißwasser. Viele Jahre war der Parkplatz gegenüber dem Turnerheim eine schwarze, holprige, unschöne Schlackefläche, an die sich ein steiler Geröllhang mit Freileitungs-Trasse und Wildwuchs anschloss.

Dies ist nun anders. Mit Hilfe des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) 2014-20 konnte die Stadt Weißwasser den Bereich neu gestalten. Entstanden sind von vorigen Oktober bis Mai 2020 für rund 295.000 Euro ein neuer Parkplatz mit 42 Stellflächen und Grünflächengestaltung sowie ein 280 Meter langer Radweg in Richtung Waldeisenbahn. Für den Radweg wurde der Hang zum Teil abgetragen, neu modelliert und ein Damm geschüttet. Durch die Hanglage – immerhin sind 60 Höhenmeter zu überwinden – verfügt der Weg über zehn Prozent Gefälle. „Der neue Radweg ist der einzige alpine in Weißwasser“, scherzte Bauamtsleiter Thomas Böse gestern bei der offiziellen Freigabe.

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Doch die Kurzpiste hat Vorteile: Radfahrer erreichen nun vom straßenbegleitenden Radweg an der B 156 von beziehungsweise nach Krauschwitz direkt, ohne Umweg über die stark befahrene Bundesstraße, den Parkplatz an der Waldeisenbahn. Von dort haben sie wiederum Anschluss an den Rundweg um den Jahnteich sowie den 28 Kilometer langen Rundweg „Badeseetour“. „Den Radweg «Badeseetour», von dem rund fünf Kilometer im Stadtgebiet verlaufen, gab es schon zuvor“, so Böse. Doch er sei sanierungsbedürftig und müsse in Teilbereichen wie zwischen Bahnhof und Jahndamm neu erschlossen werden. 

Außerdem solle die Allee am Jahnteich bis zum Tierpark verlängert werden.„Ohne das Efre-Programm mit 80 Prozent Förderung wäre so etwas nicht möglich. Weißwasser kann insgesamt sechs größere Bauvorhaben für rund drei Millionen Euro umsetzen. Dazu gehören Maßnahmen bei der Waldeisenbahn, der heute eingeweihte Radweg mit Parkplatz, die «Badeseetour» mit Grünzug im Jahnpark, die Umstellung von Straßenbeleuchtungen auf LED sowie Vorhaben für mehr Barrierefreiheit in der Berliner Straße und der Straße des Friedens“, erklärte Thomas Böse.

Dass der nun eingeweihte neue Radweg, im Gegensatz zum seit Mai nutzbaren Parkplatz, erst jetzt frei ist, hat Gründe. „Das spezielle Material musste sich mehrere Wochen setzen, um seine volle Standfestigkeit zu erhalten“, begründet Böse die notwendige Wartezeit.Beendet sind die Arbeiten im Areal aber nicht: Aufgearbeitet wird noch der Waldbahn-Parkplatz samt begleitendem Grünbereich. In der Teichstraße entstehen fünf weitere Parkplätze, darunter zwei Behindertenplätze. Erfolgen muss zudem eine Waldumwandlung im Bereich der einstigen Trassenfläche. Denn die Efre-Förderung legt Wert auf Barrierefreiheit, ökologische Nachhaltigkeit, sozialen Aspekt der Maßnahmen und die Einbindung in die gesamtstädtische Entwicklung. „Auf der Bundesstraße zwischen Turnerheim und neuem Parkplatz sind übrigens noch eine Mittelinsel und eine Straßenquerung vorgesehen. Diese Aufgaben obliegen jedoch dem Straßenbauamt“, informierte Böse.

Während die Firma Rohrnetz Beil aus Weißwasser im Rahmen der Ausschreibung den Zuschlag für die Gestaltung von Parkplatz und Radweg erhielt, ist die Firma Nadebor aus Krauschwitz für die Umsetzung der weiteren Vorhaben rund um den Jahnteich zuständig. Den Auftrag von circa 500.000 Euro vergab der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich.

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