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Sebnitz

Wenn die Nationalparkbahn Geburtstag hat

Mit einem Streckenfest wurde in Sebnitz und im Schluckenauer Zipfel das Lückenschluss-Jubiläum gefeiert.  Zu erleben gab es einiges.

Günther Gebauer ließ am Sebnitzer Bahnhof die Züge abfahren.
Günther Gebauer ließ am Sebnitzer Bahnhof die Züge abfahren. © Steffen Unger

Fünf Jahre Nationalparkbahn sind ein Grund zu feiern. Auch wenn die anfängliche Euphorie offenbar gewichen ist und es sicherlich noch Nachbesserungen gibt, ist vor fünf Jahren der Auftakt gesetzt worden, die Bahnverbindung nicht nur für den Weg zur Arbeit zu nutzen, sondern auch um Orte links und rechts der Strecke zu erkunden. Und letztlich diente das Streckenfest mit dazu, den Menschen Anregungen dafür zu geben. 

Das kam bei den Besuchern an. Heike Werner aus Neustadt kam gerade mit dem Zug aus Krasna Lipa (Schön Linde) wieder in Sebnitz an und war begeistert. „Mit ein wenig Fahrplankenntnis kann man ja mit dem Zug hier richtige Rundfahrten unternehmen oder eben an einem Ort aussteigen, wandern gehen und nachmittags wieder mit dem Zug zurückfahren“, sagte sie.

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Allerdings sind solche Fahrten wie nach Krasna Lipa nur an den Wochenenden möglich. In der Woche wird diese Strecke nicht befahren. Jedoch gibt es Bemühungen auch auf tschechischer Seite, das Angebot auszudehnen. Es steht jedoch die Frage nach der Rentabilität. An den Wochenenden würden schon Leute mitfahren, sagt einer der Lokführer. Doch in der Woche hätten sich die Leute an die Busverbindungen gewöhnt, die sie ebenfalls ans Ziel bringen.

Zum Streckenfest waren die Züge gut besetzt und wurden auch von tschechischer Seite gut genutzt. Petr Maier aus Sluknov war sozusagen ein Bahnanfänger. Mit dem Zug sei er noch nie gefahren. Doch das werde er jetzt öfters tun. Sogar niederländische Touristen hatte das Streckenfest angelockt. Familie Snyder übernachtet derzeit auf dem Campingplatz in Sluknov. Sie waren zwar schon zwei Mal mit dem Auto in Sebnitz, da jedoch nur zum Einkaufen. Jetzt wollten sie ganz entspannt den Sonntag genießen und nutzten den Tag gleich noch für eine Stadtrundfahrt mit dem Traditionsbus „Rose von Sebnitz“.